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Jahressiegerehrung im Nord-Ost-Oberfranken-Pokal:

Nailaer AMC´ler räumen ab, aber auch Pokalflut für Coburger, Hofer, Marktredwitzer und Wunsiedler Motorsportler

(gpp) – „Es geht ganz stark auf´s Jubiläum zu!“ rief NOO-Vorsitzender Thomas Fleischer den Anwesenden zu, als er am vergangenen Samstagabend die Ehrung der erfolgreichen Nord-Ost-Oberfränkischen Motorsportler des vergangenen Jahres 2018, in der gut gefüllten Biohealth-Arena des Münchberger Judo-Clubs, eröffnete. Und wies weiter darauf hin, dass im kommenden Jahr, 2020, die Motorsport-Veranstalter-Gemeinschaft des Nord-Ost-Oberfranken-Pokales (NOO) ihr 50-Jähriges (!) Bestehen feiern kann. „Wer hätte das im Jahr 1971 gedacht, als dieser Zusammenschluss nord-ost-oberfränkischer Motorsport-Veranstalter gegründet wurde!“ Doch damit hatte es auch schon sein Bewenden mit dem Blick in die Zukunft, Fleischer erinnerte noch einmal in kurzen Worten an die abgelaufene Saison 2018, in der 40 Veranstaltungen (6 Orientierungsfahrten, 8 Rallyes, 6 PKW-Geschicklichkeitsturniere, 12 Slaloms und 8 Cross-Slaloms) erfolgreich und vor allem unfallfrei durchgeführt werden konnten, und ging dann zur erwarteten Ehrung der Sieger und Platzierten über:
Im Rallyesport holte sich der Alt- und mehrfache Bayer. Rallyemeister Reinhard Honke (Himmelkron) vom AC Bayreuth seinen bislang zwölften Titel und machte damit das Dutzend voll – Chapeau! Hinter ihm platzierte sich mit Bernd Michel (Schwarzenbach/Wald) vom MSC Naila auch ein mehrfacher NOO-Titelträger, er taucht in den Annalen bislang sieben Mal auf. ´Neuling` auf dem NOO-Siegerpodest der Sparte war der für den AMC Naila startende Frank Hornfeck (Geroldsgrün). In der Sparte Rallye wurden 38 Fahrerinnen und Fahrer klassiert, als beste Dame präsentierte sich Melanie Schmid vom MSC Tirschenreuth, die den heißen Sitz im Peugeot 306 ihres Vaters Max drückt.
Im Automobil-Slalom scheint sich der Generationenwechsel vollzogen zu haben, denn mit dem für den MSC Pegnitz startenden Philipp Varlemann holte sich ein einstiger ´Einsteiger` seinen ersten Titel, vor dem für den AC Kirchenthumbach startenden Andreas Buchner und dem für den MSC Marktredwitz startenden Routinier Helmut Krämer. Auch die beste Dame kam mit Laura Scherzer nicht nur vom Slalom-affinen MSC Pegnitz, sondern ist auch schon die zweite Generation, die sich anschickt, ihre Erzeuger motorsportlich anzugreifen – und zu überholen. Dass auch der Mannschaftssieg in dieser mit 80 (!) klassierten Teilnehmern an den MSC Pegnitz ging, bedarf sicher keiner weiteren Erörterung. Die immer beliebter werdende Sparte der gleichmäßigen Slalom-Oldtimer gewann nach dem Rücktritt des fünffachen NOO-Meisters Klaus Schlesak der für den AMC Waischenfeld startende Hans Angerer vor dem Wiesauer Manfred Keller und dem Nordhalbener Tom Zschammer.
Der PKW-Turniersport ist seit Jahren eine Angelegenheit der Starter des MSC „Globus“ Pausa und des AMC Naila, wobei die Vogtländer – in den letzten Jahren – meist die Nase knapp vor den Nailaern haben. Zwar kommt noch niemand an die Zahlen von Steffen Nestor (AMC Naila) dem 15-fachen (!) NOO-PKW-Turniermeister und seinen früheren Vorgänger Udo Nicolai (neun Mal) NOO-PKW-Turniermeister, heran, aber die Löwe-Familie aus dem Städtchen Pausa robbt sich Jahr für Jahr ein wenig mehr nach vorne. 2018 holte Christian Löwe den Titel, vor den Nailaer AMC´lern Steffen Nestor und Frank Morgenstern. Die beste Dame, wie könnte es anders sein, kommt mit Petra Löwe ebenfalls vom MSC „Globus“ Pausa, die Mannschaftswertung ging jedoch an den AMC Naila.
Bei den Orientierungsfahrern, wegen denen der NOO-Pokal vor nun fast fünfzig Jahren ins Leben gerufen wurde, dominiert der AMC Naila – vor allem in der seit 2010 ausgefahrenen ´Experten-Klasse`. Den Titel holte sich die beste Dame, Dominika Baier, Beifahrerin bei ihrem Mann Björn (der allerdings ´nur` Vierter wurde), den Vizemeister-Titel gewann Steffen Nestor (Fahrer von Frank Morgenstern, der sich mit dem siebten Platz begnügen mußte) vor dem Team Claudia Saalfrank und Gerhard Schlegel. Die Mannschaftswertung holte sich bei dieser Ansammlung von Einzelerfolgen kein anderer Verein als der AMC Naila. Die Wertung der ´Anfänger` gewannen die beiden Coburger Andreas Vießmann und Volker Honold vor dem Team des MSC Wunsiedel, Michael Böhm und Julia Kuhbandner, den dritten Rang belegte der für den AC Waldershof startende Manfred Bayer. Der Mannschaftssieg ging – an den AMC Naila.
Im Cross-Slalom, der jüngsten Sparte des NOO-Pokals (allerdings auch schon seit 1985 ausgefahren) wiederholte der Altmeister Alexander Hofmann (Berg) vom MSC Nordhalben seinen Vorjahressieg und verwies die Nailaer Fahrer Stefan Sell (MSC) und Tobias Hornfeck (AMC) auf die Ehrenplätze auf dem Siegertreppchen. Den Damenpreis holte sich Nina Blumreich vom MSC Gefrees, die als Enkelin des NOO-Urgesteins Edgar Blumreich, dessen motorsportliche Allround-Gene nicht nur geerbt, sondern mittlerweile auch an ihren Sohn Dominik weitergegeben hat, denn auch dieser setzt den Motorsport der Blumreich´schen Dynastie weiter fort. Den Mannschaftssieg holten sich, wie auch im Cross-Slalom-Sport, die Nailaer AMC´ler, die damit wohl als die insgesamt erfolgreichsten Teilnehmer – nicht nur an diesem, 2018´ er – NOO-Pokal gelten dürften.
Aber nicht nur Ehrungen standen im Mittelpunkt des Abends, die Tanzsportgruppe des TV Münchberg mit Tanzmariechen „Gina“ lockerte die Veranstaltung auf und zeigte den Motorsportlern, dass auch andere ´Bewegungen` als die eines Automobils, Sport sind und Laune machen können.
Laune zeigte auch Stefan Blumreich vom MSC Gefrees, der die Ehrungen im Bayerischen Orientierungscup (BOC) durchführte, die alljährlich im Rahmen der NOO-Ehrung stattfinden, in 2018 bereits zum 30. Mal. Auch hier gibt es eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenen-Wertung, die von den gleichen Fahrerinnen und Fahrern dominiert wird, wie die Orientierungssparte im NOO-Pokal: Anfänger: 1. Andreas Vießmann/Volker Honold (AMC Coburg), 2. Michael Böhm/Julia Kuhbandner (MSC Wunsiedel) und Manfred Bayer (AC Waldershof). Fortgeschrittene: 1. Dominika Baier, 2. Steffen Nestor und 3. Claudia Saalfrank/Gerhard Schlegel (alle AMC Naila). Einen Sonderpreis erhielt der für den AMSC Bindlach startende Rudolf Schöpf für die eigens aus Anlaß des 30-Jährigen Bestehens des BOC ausgeschriebene Langstreckenwertung, in der besonders die Ergebnisse der Int. Alpenpässefahrt eingeflossen sind.
Vom AMC Coburg im ADAC waren Vater Arnfried und Sohn Stefan Bätz im Automobil-Slalom – wie schon in vielen Jahren vorher – überaus erfolgreich und bewegten ihren kleinen Opel City Kadett nicht nur in ihrer Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1200 ccm Hubraum ganz vorne mit, sondern ließen mitunter die komplette Gruppe der verbesserten Fahrzeuge hinter sich zurück und bei besonderen Parcours-Bedingungen führen die beiden ihren giftgrünen Kadett im Gesamtklassement einer Veranstaltung sogar zum Gesamtsieg. In der mit 80 (!) Teilnehmern am stärksten besetzten Wertung des NOO-Pokals fuhr sich Stefan Bätz bis auf Platz vier nach vorne und verpaßte das Siegertreppchen nur knapp mit einem halben Wertungspunkt. Vater Arnfried wurde Elfter. Mit gelegentlichen Starts in der Slalom-Oldtimer-Wertung, wo anstatt auf Bestzeit, auf Gleichmäßigkeit gefahren wird, erreichte Arnfried Bätz Platz 25, weitere Coburger Gelegenheitsstarter kamen auf die Plätze 27 (Thomas Gürtler), Martin Pietschmann und Stefan Bätz (Plätze 31 und 32). Weitere Erfolge gab es im Cross-Slalom-Sport, wo Matthias Bätz auf Platz 18 fuhr, Udo Fischer wurde 29., Marcel und Patrick Dinkel belegten die Plätze 34. und 35.
In der Sparte Rallye fuhren sich Patrick Dinkel auf Rang zehn und Ralf Hillmann auf Platz 13. Marcel Dinkel wurde als 20.ter klassiert, André Wittmann als 21.ter und André Apel, Hans-Peter Wollner sowie Wolfgang Hübner kamen auf die Plätze 26, 27 und 33. Gute Erfolge fuhren aber auch die Orientierungsspezialisten ein, das Team Dieter Strunz und André Wittmann orientierten sich bei den ´Experten` bis auf Platz sechs nach vorne, Andi Fleischmann und Michael Metzner wurden Zwölfte und Vater und Tochter Erik und Julia Schneider wurden mit zwei von sechs Veranstaltungen 28.te. Weitere Platzierungen erreichten Udo Fischer (31) und Wolfgang Hübner/Martin Pietschmann (34).
Den größten Erfolg feierten jedoch die Nachwuchs-Orientierer Andreas Vießmann und Volker Honold, die die Wertung der Anfänger klar und deutlich gewannen und in der kommenden Saison in die Klasse der Fortgeschrittenen aufsteigen werden.
Vom Automobilclub (AC) Hof eilen die beiden Hofer Motorsportler Helmut Hodel und Sabine Heinzel, die sich schon seit Jahrzehnten dem Motorsport in seinen verschiedensten Spielarten verschrieben haben von Erfolg zu Erfolg.
Wegen des Neuaufbaus eines Rallye-Autos konnte Helmut Hodel im Gegensatz zu früher, in 2018 nur einige Test-Veranstaltungen durchführen, und kam in der mit knapp 40 Teilnehmern nur in die Kategorie „ferner fuhren“. Dagegen marschierte Ehefrau Sabine Heinzel als Beifahrerin bei einem Tirschenreuther Motorsportler bis in die Pokalränge auf Platz 14 nach vorne. „Leider hatten wir nach gut zwei Dritteln der Saison einen Fahrzeugdefekt, der in der restlichen Saison nicht mehr behoben werden konnte…“, resümierte Heinzel nachdenklich.
Helmut Hodel punktete aber in zwei weiteren Wertungen, und zwar im Cross-Slalom, der mit einem anderen Fahrzeug ausgefahren wird. Dort fuhr sich der Hofer Allround-Motorsportler bis auf TopTen-Platz zehn nach vorne und im Orientierungssport kamen er und sein Beifahrer Wolfgang Schmidt sogar bis auf Rang acht. Stefan Lindemann und Thomas Sandner kamen mit ihrem einzigen Start bei der Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol“ des MSC Helmbrechts auf Rang 36.
Weitere Platzierungen gab es für den Slalomfahrer Stefan Vogtmann, der sich unter den 80 (!) klassierten Teilnehmern auf Rang 31 fuhr. Uwe Schindler, Stefan Lindemann und Helmut Hodel kamen mit jeweils einem Start auf die Plätze 64, 69 und 75.
Im Cross-Slalom verpaßte der Röslauer Robert Plietsch mit Platz 16 die Pokalränge um eine Position, während Stefan Lindemann 20.ter wurde.
Und unter den zahlreichen Anwesenden in der gut gefüllten Münchberger Biohealth-Arena waren aber auch die beiden Marktredwitzer Helmut und Andreas Krämer, die sich seit einigen Jahren dem motorsportlichen Automobil-Slalom verschrieben haben und dort immer gute bis sehr gute Erfolge erzielen können.
Helmut Krämer knüpft dabei an seine früheren Erfolge im Bergrennsport der siebziger und achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts an, und Sohn Andreas übertrumpft diese Erfolge sogar.
Im Jahr 2017 holte sich der Krämer-Filius gleich vier Meistertitel, konnte aber diese Erfolge wegen beruflicher Abwesenheit nicht verteidigen, kam aber trotz fehlender vier Veranstaltungen unter den 80 klassierten Teilnehmern immer noch auf TopTen-Platz zehn in die Wertung. Vater Helmut, der alle zehn Veranstaltungen bestritt komplettierte als Dritter das NOO-Slalom-Siegertreppchen. . Manfred Schönfelder erreichte zudem Platz 32.
Mit Roland Wolf kam ein weiterer Marktredwitzer Motorsportler in die Pokalränge: Er belegte in der Slalom-Oldtimer-Wertung, in der nicht auf Bestzeit, sondern auch Gleichmäßigkeit gefahren wird, Rang zwölf. Thomas Gottfried´, der hin und wieder im Cross-Slalom-Sport antritt, kam mit vier von acht Veranstaltungen auf Platz 25 in die Wertung. Das Team Stefan Käppel und Manfred Köstler kam in der Experten-Wertung der Orientierungsfahrt mit zwei Start (bei sechs Veranstaltungen) auf Platz 25.
Auch die beiden Wunsiedler Michael Böhm und Julia Kuhbandner, die sich seit einigen Jahren den motorsportlichen Orientierungsfahrten verschrieben haben, erzielten ihre ersten und gleich überzeugenden und unerwarteten Erfolge. Julia Kuhbandner steigt dabei in die erfolgreichen Fußstapfen ihres Vaters Gerd Kuhbandner, der in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erfolgreicher Beifahrer beim Wunsiedler Rallyefahrer Rolf Richter war.
Tochter Julia hat sich mit ihrem Lebensgefährten Michael Böhm in der vergangenen Saison 2018 so gut in Szene gesetzt, dass in der Nachwuchs-Wertung des NOO-Pokals der Vizemeistertitel errungen werden konnte – und damit in diesem Jahr der reglementsbedingte ´Aufstieg` in die Klasse der Experten ansteht. Aber auch im seit 30 Jahren durchgeführten Bayerischen Orientierungs-Cup (BOC) holten ich die beiden Wunsiedler MSC´ler den Vizemeistertitel und „dürfen, müssen?!“ in dieser Saison zu den arrivierten Mitbewerbern ´aufsteigen`
Weitere Informationen sowie alle Ergebnisse im Detail gibr es im Internet unter
www.noo-pokal.de.

Gerd Plietsch


Sie machen das halbe Dutzend voll:

Bereits sechste ADAC-Orientierungsfahrt „Rund um die Plassenburg“ des MSC Presseck

(gpp) – Jahrzehntelang wurde der Orientierungssport von den Mitgliedern des MSC Presseck, allen voran von der Orie-Legende Erich Denzler, nur außerhalb durchgeführt. Doch seit fünf Jahren ist der renommierte Motorsportclub Presseck auch wieder als Veranstalter von Orientierungsfahrten zurück und bereichert den Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO), den Bayerischen Orie-Cup (BOC), den Regionalpokal Oberfranken (RPO) und die Bezirksmeisterschaft Oberfranken des Bayerischen Motorsport-Verbandes (BMV) mit einer Orientierungsfahrt.
In diesem Jahr geht am letzten März-Samstag ( 30. März) die inzwischen sechste Ausgabe der „Rund um die Plassenburg“ über die Bühne, und Organisations- und Fahrtleiter Erich Denzler hat rund um den Start- und Zielort Oberzettlitz bei Kulmbach eine anspruchsvolle Veranstaltung aufbereitet.
Chinesenzeichen sowie Pfeil- und Punktskizzen bilden die Aufgabenstellungen, wobei es unterschiedliche Anforderungen für Neulinge und Fortgeschrittene gibt. Die Unterscheidung zwischen den beiden Klassen ergibt sich daraus, ob die Teilnehmer bereits seit mehreren Jahren im Orientierungssport, und evtl. sogar erfolgreich, unterwegs sind – oder eben erst in dieser Saison oder der vergangenen mit dieser Motorsport-Sparte begonnen haben.
Im Gasthaus „Räther“ beginnt am 30. März ab 13.30 Uhr die administrative und technische Abnahme, bis 15 Uhr können noch Nachnennungen abgegeben werden und nach einer Fahrer- und Beifahrerbesprechung um 15:05 Uhr werden die Teilnehmer ab 15:31 Uhr in Minutenabständen gestartet. Zehn Minuten vorher werden die Fahrtunterlagen ausgegeben, damit sich die Beifahrer entsprechend vorbereiten können.
Etwa 90 Minuten nach Eintreffen des letzten Fahrzeuges im Ziel werden die Ergebnisse bekannt gegeben und die Sieger geehrt.
Weitere Informationen sowie eine Ausschreibung und ein Nennungsformular gibt es im Internet unter
www.msc-presseck.com.

Gerd Plietsch


Grüßt der Klimawandel?

Erneut nur ein einziger Lauf zum Oberfränkischen EisPokal

(gpp) – Am Dienstag der vergangenen Woche, am 5. März war „Kunigunde“, und nach dem alten Sprichwort „kommt zu Kunigund` die Wärm` von unt!!!“
Die Wärme und vor allem die Sonne kam in diesem Jahr dagegen sogar schon im Februar und schmolz die wenigen Schnee- und Eisflecken gnadenlos dahin, dass sogar der AMC Naila mit seinem hochgelegenen Parcours in Steinbach in die Bredouille geriet, erst verschieben und eine Woche später endgültig absagen mußte.
Dies ist nun schon die vierte Saison, in der der Oberfränkische EisPokal nur mit einer oder höchstens zwei Veranstaltungen durchgeführt werden konnte. Und die vor ein paar Jahren angedachte Idee, die Eis-Pokalläufe schon im Dezember zu beginnen, kann nach den letzten Jahren wohl ebenfalls abgehakt werden.
Es stellt sich tatsächlich die Frage: „EisPokal quo vadis (wohin gehst Du?)?“.
Und ist es der Klimawandel, oder sind´s – wie die Meteorologen immer wieder gerne behaupten – nur Schwankungen innerhalb eines mehrjährigen Durchschnitt´s?
Auf jeden Fall geht es dem Motorsport wieder einmal an den Kragen, und schade ist dabei, dass es sich um den wirklich kostengünstigsten Motorsport handelt, der nur wenig an Startgeld kostet und problemlos mit dem Fahreug durchgeführt werden kann, mit dem am Montag wieder zur Arbeit gefahren wird.
Also eigentlich so, wie´s früher war…..
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.eispokal-oberfranken.de.

Gerd Plietsch


56. ADMV-Rallye Lutherstadt-Wittenberg:

Die ´alte Dame` ist äußerst jung und sattelfest

(gpp) – Im Gegensatz zu vielen anderen, langjährigen Motorsport-Veranstaltungen, denen nach mehreren Jahrzehnten ihres Vorhandenseins, doch irgendwann aus den unterschiedlichsten Gründen (finanzielle, organisatorische, personelle, etc.) die Puste ausgeht, hat die ADMV-Rallye der Lutherstadt-Wittenberg überlebt – und konnte in diesem Jahr ihre bereits 56. (!) Ausgabe feiern.
Nach unterschiedlichsten Motorrad-Veranstaltungen wurde im 1957 die erste Lutherstadt Wittenberg-Rallye gestartet, mit 84 Teilnehmern aus dem damaligen noch Gesamtdeutschland. Jahr für Jahr verfeinerten die Wittenberger ihre Rallye und durften sich vom ADAC-Gau Berlin sogar mit dem Prädikat „Magna cum laude“ feiern lassen. In den Jahren 1963 bis 1968 hatte die ´Wittenberg` kurzzeitig eine Pause eingelegt, fand aber dann im Jahres-Rhythmus ständig statt.
Als die Deutsche Rallyemeisterschaft 1991 nach der Wende und der Öffnung der Grenzen erstmals in der Lutherstadt-Wittenberg Station machte, trafen die westdeutschen Rallyefahrer und –fans auf eine in allen Sätteln festsitzende Organisations-Einheit, die sich schon im Vorjahr als Lauf zur DDR-Meisterschaft ihre Meriten erobert hatte. Und ein internationales Flair boten schon Teams des ASK Stavby Praha seit 1985.
Nach dem Sponsor-Aus der Reifenfirma PNEUMANT und dem Ende als Wertungslauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft schien das Ende der Rallye Lutherstadt-Wittenberg besiegelt – doch die Verantwortlichen um die rührige und standfeste Rallyeleiterin Marianne Rehahn haben nicht nur die Ärmel sondern wahrscheinlich auch noch sehr viel mehr aufgekrempelt – und siehe da, es gibt sie immer noch, und mit der 56 (!) Ausgabe dürfte sie als eine der ältesten Rallyes in Deutschland gelten. Und der Untergrund im Märkischen Sandboden schien und ist das über alle Maßen geeignete Geläuf´ für den von Rallye-Guru Alfred Gorny (Berlin) vor Jahren initiierten „Schotter-Cup“. Und zum dritten Mal gibt´s sogar eine Histo-Rallye.
Nur der (zwar historisch gut gewählte) Termin, zweiter Samstag im März, ist für manchen Selbstschrauber noch ein wenig früh – „da sind wir noch nicht mit allen Abschlussarbeiten fertig!“, so ein ungenannt bleiben wollender, aber auch trauriger, `Nicht`-Teilnehmer.
Nicht traurig waren dagegen die 45 Teams der 56. ADMV-Rallye Lutherstadt-Wittenberg sowie drei gleichmäßige Youngtimer, die die beiden Sonderprüfungen „Apollensdorf„ und „Reinsdorf„ jeweils zweimal in Angriff nahmen, und sich zum Saisonbeginn schon ´mal ordentlich in Szene setzten. Schade nur, dass relativ wenig Teams aus den alten Bundesländern den Weg nach Wittenberg fanden (Gründe siehe wahrscheinlich oben; Anm. d. Verf.), so dass die ostdeutschen Teilnehmer bis auf leider nur sehr wenige Ausnahmen mehr oder weniger unter sich waren.
Von Sprecher Alfred Gorny auf dem Wittenberger Arsenalplatz – mit mehr fach- und sachkundigen Informationen als die meisten Zuschauer überhaupt verdauen konnten – vorgestellt, gingen die Teams auf die Reise und hatten das Glück, dass der stürmische Wind wohl alle Regenwolken rund um Wittenberg vertrieb, und das zumeist geschotterte Geläuf´ trocken blieb.
Da das Gelände rund um Apollensdorf und den Gallun schon x-1000-fach abfotografiert worden ist, wandte sich der Chronist einem der ganz wenigen asphaltierten Stellen der zweiten Prüfung von Grabo über Mochau nach Dobien zu, der Ortsdurchfahrt von Mochau. Dort konnten von den allerdings nur sehr wenigen Zuschauern die Tauglichkeit/en von Reifen und Fahrwerk der einzelnen Teilnehmer genauestens unter die Lupe genommen – und entsprechend und ausführlich kommentiert werden.
Am Ende siegten Dark Liebehenschel und Markus Drüge (Mitsubishi Lancer Evo 7) mit drei WP-Bestzeiten (WP´s eins, drei und vier) und daraus resultierenden mehr als 50 (!) Sekunden Vorsprung vor Marc Bach/André Selisch (Mitsubishi Lancer Evo 9), die die Bestzeit in der WP zwei fuhren, und Ken Milde/Jean Ihlefeldt (Mitsubishi Lancer Evo 8), die weitere 15 Sekunden Rückstand hatten. Von den 45 gestarteten Teilnehmern erreichten ganze 39 das Ziel in Wertung und feierten in der Wittenberger Exerzierhalle eine rauschende Siegerehrung.
Die gleichmäßige Histo-Rallye gewannen Christoph Fischer/Christoph  Köcher, die mit ihrem VW Golf 2 GTI 16V in allen vier WP´s die geringste Abweichung von den vorgegebenen Zeiten erreichten und letztlich mit einer Gesamt-Abweichung von 2,03 min. den Sieg vor Stephan Ahlert/Alexandra Schimmel (ebenfalls VW Golf 2 GTI 16V) einfuhren, die zwar in der WP 4 abweichungsmäßig mit 0,87 mit Fischer/Köcher gleichziehen konnten, am Ende aber dennoch mit über eineinhalb Minuten Rückstand das Nachsehen hatten. Das dritte Histo-Team Thoralf und Anke Morgenstern (Renault 19 1.8 16 V mußte im zweiten und letzten Durchgang „Reinsdorf„ vorzeitig die Segel streichen.
Die drei Trabi´s, die die Rallye und jede der vier Wertungsprüfungen eröffneten, sowie ein lauthals brummender Lada sorgten für gute Laune bei den Fans, die interne Trabi-Wertung gewannen Thomas Grimm und Aaron Jungnickel auf Gesamtrang 30 vor Enrico und Sandy Barth auf Gesamtrang 37 und Michael Schröder/Susann Finger auf Gesamtrang 38.
Und auch wenn die Starterzahl von den Wittenberger Verantwortlichen nur sehr ungern akzeptiert wurde, trösteten sie sich am Ende mit dem Verweis auf den am gleichen Wochenende stattfindenden Auftakt zur Deutschen Rallyemeisterschaft, „denn bei der Saarland-Pfalz-Rallye waren ja noch ein paar weniger Teilnehmer als bei uns am Start!“
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.msc-wittenberg.de.

Gerd Plietsch


Zwei auf dem Weg nach oben:

Patrick Dinkel und Felix Kiessling holen beim Saisonauftakt Divisionssieg im ADAC-Rallye-Masters

(gpp) – Beide sind und waren schon einige Jahre im Rallyesport – durchaus erfolgreich – unterwegs, und für die kommende Saison der ADAC-Rallye-Masters, der beliebtesten Breitensport-Serie im deutschen Rallyesport, haben sie zusammengefunden: Patrick Dinkel (Rossach), Bruder des zweifachen Deutschen Rallye-Vize-Meisters Dominik Dinkel und Felix Kiessling (Witzleshofen), seit 2013 überaus gesuchter und ebenso erfolgreicher Rallye-Beifahrer. Im vergangenen Jahr fanden die beiden zusammen, holten bei den zwei gemeinsamen Auftritten bei der Osterburgrallye in Weida und bei der Bergring-Teterow-Rallye in Brandenburg jeweils einen Gesamtsieg – „und an diese Erfolge wollen wir versuchen, heuer in den ADAC-Rallye-Masters-Läufen wieder anzuknüpfen!“
Mit Unterstützung von Brose-Motorsport, Mitsubishi Motors, der MGK Bank, dem Autohaus Dinkel (welches der ebenfalls rallye-affine Vater Michael in Rossach betreibt; Anm. d. Verf.), der Firma Baumgart Bad + Hezung, dem Malergernert, Motul, Eichhorn, M-rallye und dem EDEKA-Markt Bachmann wurden die pekuniären und damit auch technischen Voraussetzungen geschaffen, mit dem Mitsubishi Lancer Evo 9 RS in die ADAC-Rallye-Masters 2019 einzusteigen.
Der diesjährige Saisonauftakt, der ADAC-Saarland-Pfalz-Rallye rund um St. Wendel, stand ganz im Zeichen starker Regenfälle und dadurch verschlammter Wege, doch die  beiden jungen Oberfranken (Patrick Dinkel 22 Jahre, Felix Kiessling 25 Jahre) gingen am ersten Rallyetag mit Regenreifen zunächst kein Risiko ein und verschafften sich erst einmal einen Überblick über das Gelauf´, und die Leistungen der Konkurrenten auf den zehn Wertungsprüfungen mit gut 131 Kilometern Länge.
Doch gleich die ersten Zeiten ließen sie und ihre Service-Crew, bestehend aus Vater Michael Dinkel, dem weiteren Bruder Marcel Dinkel und etlichen Freunden aufhorchen: denn auf den drei Wertungsprüfungen (WP) des Freitages stand immer eine zwei in der Klassen- und Divisionsreihung auf dem Zeiten-Tableau, und im Gesamtklassement der 42 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet rangierten Dinkel/Kiessling (AMC Coburg im ADAC/MSC Gefrees) immer um Top-Ten-Platz zehn – und gingen damit auch in die Übernachtungspause!
Am zweiten Rallyetag, dem Samstag; verschlechterte sich das Wetter zunehmend, die zu fahrenden WP´s waren sehr schlammig und deshalb überaus anspruchsvoll. Das Brose-Motorsport-Team fand aber mit dem allradgetriebenen, 300 PS-starken Mitsubishi Lancer Evo 9 RS immer besser in den Wettbewerb und ihm gelangen sogar vier Klassenbestzeiten auf den weiteren sieben Prüfungen. In der letzten Abschluss-WP fuhren Patrick und Felix sogar die sechstbeste Gesamtzeit – „…ein Wahnsinn!“
In der inoffiziellen Wertung rangierten beide in ihrer Klasse und Division dann zunächst auf Platz zwei, doch eine übermotivierte Reifenwahl eines Mitbewerbers flog auf, und dieser wurde disqualifiziert – und beiden Oberfranken ´erbten` – aber keineswegs unverdient! – den Klassen- und Divisionssieg und kamen in der offiziellen Endabrechnung mit Platz neun sogar klar unter die Top-Ten eines Laufes zur Deutschen Rallyemeisterschaft und holten sich zu ihrem Auftakt die maximale Punktzahl für die ADAC-Rallye-Masters.
„Wir dürfen nun aber nicht abheben, sondern müssen uns konzentrieren und auf dem Teppich bleiben“, drückten Patrick Dinkel und Felix Kiessling nach der Siegerehrung allerdings ein wenig auf die Emotionsbremse. „Vor allem weil die nächste Rallye Ende Mai (24. und 25. Mai) in Zwickau schon ein wenig nach Heimrallye für uns aussieht und mit Sicherheit zahlreiche Fans und Freunde nach Sachsen kommen werden um uns kräftig anzufeuern!“
Weitere Informationen gibt es bei losnitzerfelix@gmail.com

Gerd Plietsch


Von einem der auszog, der Hauptstadt einen Besuch zu machen:

Berlin ´steht`

(gpp) – Der Chronist nutzte jüngst die Gelegenheit, den Besuch bei der Rallye der Lutherstadt-Wittenberg mit einem Besuch der Verwandtschaft in Berlin zu verbinden; so wie schon in den ersten Jahren nach der Wende, als die im Großraum Berlin stattfindenden PNEUMANT-Rallye und Havelland-Rallye zur Deutschen Rallyemeisterschaft zählten.
Um dem Berufs- und Wochenendverkehr aus dem Weg zu gehen, bzw. zu fahren, wurde die Anreise in die bundesdeutsche Hauptstadt bereits auf den Donnerstag vorverlegt – und ging gewaltig in die Hose.
Weil?
Weil der seit Jahren mehr oder weniger unbekannte, Int. Frauentag an diesem Freitag in der bundesdeutschen Hauptstadt als offizieller Feiertag gefeiert wurde!
Da kann man sich ja wie weiland Obelix nur an die Stirn fassen und ausrufen: „Die spinnen ja wohl, die Preiß´n!“ Und sich als Mann zudem an die EU wenden, und eine Diskriminierung anzeigen! (Ja, ich weiß, Sie werden jetzt einwenden wir haben doch den `Vatertag`, aber das ist ja der Feiertag „Christi Himmelfahrt“, den vor allem diejenigen nutzen, die noch lange nicht Vater sind – weswegen einem `Herrentag` schon das Wort geredet werden kann! Zudem gibt´s für die Weiblichkeit ja auch noch den Muttertag! – Aber wir schweifen ab…….)
Die Fahrt durch Berlin begann am Rangsdorfer Hotel, wo sich einst die Havelland-Rallye Berlin-Brandenburg tummelte und führte zunächst auf der B 96 zur Classic-Remise und dann weiter über die A 100 und A 111 nach Tegel – ein Wahnsinn!!!.
Soll sich noch jemand bei uns auf dem Lande (z. B. im Fichtelgebirge) darüber aufregen, für ein paar Minuten hinter einem Traktor herfahren zu müssen, oder zwei, drei Kilometer zu brauchen, um einen LKW überholen zu können, dann möge er bitte an so einem Tag einmal quer durch Berlin fahren! Für eine Strecke von 35 bis 40 Kilometern liefen auf der Uhr sage und schreibe über 90 Minuten herunter.
Jetzt weiß ich wieder, warum ich auf dem Lande wohne, und die Hauptstadt (außer der An- und Abfahrt) ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sowohl über als auch unter der Erde, befahre und erkunde.
Und, warum ich einen Hybrid fahre, kein Ein- und Auskuppeln, kein Schalten, einfach bremsen und Gas geben und bei solchen Verkehrsverhältnissen fast ausschließlich mit Strom fahren…… wer hätte so etwas voraus geahnt, als wir vor zwanzig, dreißig Jahren noch ungestüm auf´s benzinsteuernde Gaspedal drückten und die Gänge wie wild durch das Getriebe rissen...

Gerd Plietsch


Coburger Erfolg bei Nailaer Nacht-Orientierungsfahrt:

Gesamtsieg für Strunz/Wittmann

(gpp) – Mit einer fehlerlosen Fahrt bei die über ca. 155 km langen Nacht-Orientierungsfahrt des AMC Naila sicherten sich die für den AMC Coburg im ADAC startenden Dieter Strunz und André Wittmann den Gesamtsieg vor ihren leider nur zehn weiteren Mitbewerbern. Zwar kamen noch einige andere Teams ohne Zeitstrafpunkte durch die über 270 Minuten dauernde Fahrt, mußten sich jedoch mehr oder weniger Strafpunkte für ausgelassene Kontrollen entlang der Fahrstrecke zuschreiben lassen, doch auch diese Herausforderung meisterten die NOO-Pokal-Gewinner des Jahres 2017 souverän und ohne Fehler.
Die im Gegensatz zu früheren und anderen Orientierungsfahrten doch recht geringe Teilnehmerzahl läßt hoffentlich nicht auf ein wieder schwindendes Interesse am nord-ost-oberfränkischen Orientierungssport schließen.
Die Nailaer Nacht-Orientierungsfahrt war schon der dritte Lauf zum Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO), zum Bayerischen Orie-Cup (BOC), zum Regionalpokal Oberfranken (RPO) sowie zur Bezirksmeisterschaft Oberfranke des Bayerischen Motorsport-Verbandes (BMV) und fand inzwischen bereits zum 37. Mal statt. Die an den bereits verstorbenen Gründer und langjährigen Vorsitzenden des veranstaltenden AMC Naila, Klaus Albert; erinnernde Veranstaltung war – wie seit Jahren üblich – in zwei Klassen, für Anfänger und Fortgeschrittene, unterteilt und führte von Naila aus in das südliche Thüringen rund um die Städte Bad Lobenstein, Saalburg, Gefell und Hirschberg sowie über Bad Lobenstein wieder zurück nach Naila.
Hinter den Fortgeschrittenen-Siegern Strunz/Wittmann belegte das oberpfälzische Mixed-Team Manfred Keller und Martina Mark (MSC Wiesau) mit dreißig Strafpunkte wegen ausgelassener Kontrollen Rang zwei vor dem für den MSC Helmbrechts startenden Team Robert Tatei und Jochen Riedel, die sich 40 Strafpunkte eingefangen hatten. Die für den AC Hof startenden Helmut Hodel und Wolfgang Schmidt kamen mit 130 Strecken- und 1,2 Zeitstrafpunkten auf Rang fünf ins Ziel.
Hatten die Beifahrer schon große Mühe mit der Erstellung einer logischen Fahrstrecke (schließlich mußte diese aus 17 Kartenschnipseln mit unterschiedlichem Maßstab und in einer willkürlichen Sortierung bestehende Anweisung zunächst sortiert und dann entschlüsselt werden) – machte manchem Fahrer der starke Regen der Vortage, aber auch der Regen während der Veranstaltung, ebenfalls nicht unerhebliche Schwierigkeiten. Zudem klagten die Fahrer über manchmal nur schwer erkennbare Kontrollen.
In der Anfängerklasse gewannen die für den AMC Bad Königshofen startenden Sylvia Wacker und Kai Börger mit 62,4 Strafpunkten vor den für den MSC Wunsiedel startenden und amtierenden BOC- und NOO-Vizemeistern Michael Böhm und Julia Kuhbandner, die sich nach kleinen anfänglichen Nickligkeiten in der ersten Etappe überaus gut in den Wettbewerb einfanden und mit ihrem zweiten Platz überaus zufrieden waren. „Wir hatten mit der Startnummer zwei offenbar ein gutes Omen, und das neue Orie-Auto (ein Renault Twingo RS; Anm. d. Verf.) hat sich ebenfalls gut bewährt!“
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.amc-naila.de.

Gerd Plietsch


Die Oldtimer-Ausfahrt in der Fränkischen Schweiz gibt es weiter, auch wenn…

„…Paul fehlt!!!“

(gpp) – Einst sang Herbert Grönemeyer nach dem Tod seiner Frau „Du fehlst“.
Vielen Motorsportlern, nicht nur den rund um Oberfranken, sondern weit darüber hinaus geht es seit dem letzten Sommer ähnlich: „Paul fehlt!!!“
Denn der früher als „Schotter-Paul“ gefürchtete Käfer-Treter hat nach seinem Wechsel vom Rallye-Fahrer- auf den Rallye-Beifahrersitz und noch später als Fahrer einer 1938´er Victoria in seinem Verein, dem Motorsportclub Fränk. Schweiz, eine Oldtimer-Ausfahrt auf die Beine gestellt, zu der Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet kamen. Kein Wunder, trat Paul Bezold mit seiner Victoria ja auch bei Oldtimer-Veranstaltungen in fast ganz Deutschland an und machte sich Freunde bis hinauf in den Hohen Norden – die dann natürlich auch zu seiner Veranstaltung nach Oberfranken kamen. Und die schon lange nachfragen, ob und wann es mit der Oldtimer-Ausfahrt in der Fränk. Schweiz weitergeht,
Denn nach dem Tod unseres Paul´s gab´s in Sachen Oldtimer-Ausfahrt beim MSC Fränk. Schweiz eine gewisse Starre, ein Innehalten, trat auf. Doch Sohn Oliver, der ihm einst zum letzten runden Geburtstag einen gelb-schwarzen Rallyekäfer schenkte (gleich dem, mit dem der Papa in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts seine großen Rallye-Erfolge einfuhr, und der kurz nach dem Verkauf vom neuen Besitzer sofort und ungebremst auf die Schrotthalde gefahren wurde; Anm. d. Verf.), damit gleichsam sich selbst in die motorsportliche Oldtimer-Szene einbrachte und die langjährigen und treuen Weggefährten aus den Jugendtagen des Motorsports wollen – und werden – nun versuchen, auch ohne ihn, aber zu seinem Gedenken, eine Oldtimer-Ausfahrt durch die Fränk. Schweiz zu organisieren – wohl wissend, dass sie dem hohen Anspruch eines Paul Bezold „mit Sicherheit“ nur sehr schwer genügen werden.
Bei einem Treffen in diesen Tagen wurde unter Anleitung und Mithilfe des Fränkischen Schweizer Motorsport-´Guru` Michael Bayer (der im Übrigen bei Paul´s Trauerfeier letztes Jahr an seinem Sarg eine bewegende Abschiedsrede hielt; Anm. d. Verf.) fand sich zunächst ein Gremium, welches die Vorarbeiten für eine neue Oldtimer-Ausfahrt in der Fränk. Schweiz, wahrscheinlich im September kommenden Jahres (also 2020) in Angriff nehmen wird.
Gemäß dem von Michael Bayer erstellten Konzept zur Aufgabenverteilung werden sich die Fränkischen Schweizer Oldtimerfreunde, und zwar die vierrädrigen wie auch die zweirädrigen Mitte Juni zu einer weiteren Besprechung zusammen finden und „hart und zuversichtlich!“ daran arbeiten, Paul´s Vermächtnis weiter zu tragen. Denn dieser hatte sich gewünscht, dass seine Veranstaltung auch nach seinem Tod weitergeführt werden solle.
Also, „In memoriam ´Paul Bezold`!!!“, und wie der Bayer´s Mich´l zum Abschluss sagte: „Wir wollen und wir werden ´Pauls Baby` wiederbeleben!!!“
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.msc-fr-schweiz.de.

Gerd Plietsch


cw-Wert:

„Wo bist Du???“

(gpp) – Erinnerns Sie sich noch an die 80´er und 90´er Jahre? Als sich die Auto-Hersteller mit dem Luftwiderstandsbeiwert, sprachlich dem „cw-Wert“, gegenseitig zu unterbieten versuchten? O,35 war anfangs so etwas wie die gängige Marge, doch im Verlauf der Zeit gelang es vielfach, auch Autos mit einem weit geringeren cw-Wert zu bauen. Die Aerodynamik, auf gut deutsch: ´Windschlüpfrichkeit` (nein, das ist überhaupt nicht ´schlüpfrig`!), sollte helfen Benzin zu sparen und den Verbrauch der fossilen Energien zu senken.
Einen „cw-Wert“ von 0,34 hatten unter anderem ein VW Scirocco, ein Ford Sierra oder ein Porsche 911 GT2 RS. Auf 0,33 kamen Peugeot 206, ein Smart Forfour oder ein Seat Ibiza. Unter die 30´er Marge kamen ein Passat B 7, ein Mercedes GLA und wieder ein Porsche, diesmal der 911´er Carrera.
Und heute?
„cw-Wert“, wo bist Du??? möchte man sich fragen, angesichts der Fronten heutiger Automobile, die mit ihren riesengroßen Kühlern fast wie eine undurchdringliche Wand im (Fahrt-)-Wind stehen. Und das sind dann nicht nur die auch in ihren anderen äußeren Maßen große Fahrzeuge wie zum Beispiel ein Bentley oder Aston Martin – nein, auch ´Familienkutschen` wie zum Beispiel etwa der einstmalige Zweitwagen der Ehefrau, der Ford Fiesta (aber auch viele andere Kleinwagen), genutzt um die Kinder in die Kita oder die Schule zu fahren – oder einfach einzukaufen – haben Kühleinlässe im 90 Grad-Winkel zur Fahrbahn und fast in der Größe von (kleinen) Scheunentoren…
Und für die Kita, die Schule und den Einkauf im super-coolen Bioladen brauchts heute auch keinen Kleinwagen mehr, da gibt´s jetzt den übercoolen SUV, der mit seinem meist großen und kastenförmigen Aufbau wie ein Brett im Wind steht – und neben meist exorbitanten Kosten vor allem ein unwiderstehliches Image befördert.
Und das ist offensichtlich wichtiger, als ein aerodynamischer Wagen mit wenig Benzinverbrauch.
Und erst wenn wir einmal reine Elektro-Autos haben, muss sich keiner mehr Gedanken über den „cw-Wert“ machen…
Oder?

Gerd Plietsch