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Spielbank-Classic-Treffen sprengt alle Rekorde

(gpp) – „Wo stehen sie denn???“
Die zahllosen Besucher sowie die Besitzer und Fahrer der am Spielbank-Classic-Treffen teilnehmenden Fahrzeuge schoben sich durch den an die Spielbank angrenzenden Parkplatz und über die riesige, mit scharenweisen Oldtimern vollgeparkte Wiese – und manchmal verhinderten sie sich gegenseitig den Blick auf die vielen, vielen automobilen Pretiosen. Fotos von einem oder gar mehreren Oldtimern zu schießen war nahezu unmöglich, immer stand einer oder standen mehrere Interessierte vor den Objekten der Begierde und bestaunten das eine oder andere Detail – oder lasen aufmerksam die vielfach angebrachten Hinweise und Erläuterungen zu Herkunft und Restauration sowie Provenienz der einzelnen Fahrzeuge.
Und die Bandbreite reichte vom kleine Goggomobil bis hin zu PS-starken Ford-Capri-Rennmaschinen, die ganz offensichtlich ´Ausgang` von Rennbetrieb bekommen hatten. Aber auch ein historisches Ford-Automobil hatte den Weg nach Bad Steben gefunden, und natürlich auch ´völlig normale` Fahrzeuge wie ein Opel Rekord oder ein VW Käfer, in Cabrio-Ausführung, aber auch äußerst seltene Raritäten wie ein „RAILTON“ Roadster waren zu bestaunen.
Das herrliche Wetter lockte also nicht nur zahllose Teilnehmer, sondern auch noch mehr Besucher an, die vor der Bad Stebener Spielbank aufgebauten Tische und Bänke waren restlos besetzt, und die Mitarbeiter des Bad Stebener „relaxa-Hotels“ hatten alle Hände voll zu tun, die hungrigen Mäuler mit Kaffee und Kuchen, oder Würstchen, Bier und anderen Kalt-Getränken zu versorgen.
Moderator Erhard Eckert (Bindlach) drängte sich mit Mikrofon durch die wogenden Menschenmassen und entlockte den Fahrzeug-Besitzern in launiger aber auch sachkundiger Art und Weise manche Anekdote über den Erwerb oder die Restauration seines automobilen Schätzchens und erläuterte oldtimermäßige Hintergründe und andere motorhistorische Begebenheiten.
Einige der Teilnehmer hatten aber nicht nur ihren fahrbaren Untersatz mitgebracht, sondern in diesen auch noch Campingstühle und einen –tisch eingeladen und veranstalteten unter den Bäumen des Spielbank-Parkplatzes ein Picknick, welche zwar entfernt, aber doch ein wenig an diejenigen im englischen Goodwood (einer ganz besonders stilvollen Oldtimer-Veranstaltung; Anm. d. Verf.) erinnerten.
Da sich die Oldtimer-Familie untereinander zudem sehr gut kennt, kam so mancher gar nicht dazu die einzelnen Fahrzeuge zu bestaunen, „denn jedes Mal wenn ich mich umdrehe, kommt ein anderer Bekannter oder Freund und wir verquatschen uns ohne Ende!“ so ein ungenannt bleiben wollender Besucher.
Die Verantwortlichen des Automobilclubs (AC) Hof und des ADAC-Ortsclubs Naila konnten sich also über mangelnden Zuspruch nicht beklagen und freuten sich am Ende über eine rekordverdächtige Zahl von Oldtimern, die sich an diesem Sonntag-Nachmittag rund um die Bad Stebener Spielbank eingefunden hatten.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de und www.oc-naila.de.

Gerd Plietsch


Cross-Slalom des Automobilclubs Hof:

Doppelsieg für Lokalmatador Alexander Hofmann

(gpp) – Die zahllosen Cross-Slalom-Veranstaltungen im Steinbruch Hadermannsgrün b. Berg (Bad Steben) sind fast ausnahmslos von zwei Wetter-Phänomenen geprägt: entweder gibt es Sonne, Hitze und riesige Staubfahnen, oder Regen und große Wasserpfützen. Nur Wind, Wind gibt´s immer!
Und der war am vergangenen Sonntag auch bitter nötig, denn trotz der Regenfälle in den Tagen vorher, produzierten die Teilnehmer des Doppel-Cross-Slaloms des Automobilclubs (AC) Hof in beiden Veranstaltungen enorm viel Staub – doch der kräftige Wind, der enorm an Haaren und Hosen der Zuschauer zerrte, vertrieb auch und vor allem die großen Staubwolken, bis die Fahrer die beiden Wenden absolviert hatten und sich auf den Rückweg über die Terrassen des weiträumigen Geländes wieder am Ziel näherten.
Am schnellsten näherte sich sowohl am Vor- als auch am Nachmittag dem Ziel der nur einen Steinwurf vom Steinbruch entfernt wohnende Alexander Hofmann. Der für den MSC Nordhalben startende Hofmann steuerte seinen historischen, 2000 ccm Hubraum-Mitsubishi Lancer insgesamt viermal in absoluten Bestzeiten über den diesmal etwas längeren Parcours, und ließ auch den Konkurrenten in über 2 L-Audi-Quattros keine Chance, seine Top-Zeiten zu ´knacken`. Sowohl Stefan Sell (MSC Naila) als auch Kilian Nierenz (AMC Naila) hatten mit zwei bis drei Sekunden Rückstand das Nachsehen, und Hofmann dürfte damit seiner zweiten Titel-Verteidigung als zum zweiten Mal amtierender Cross-Slalom-Meister im Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO) ein gutes Stück näher gekommen zu sein.
Schnellster in einem serienmäßigen Fahrzeug wurde am Vormittag der für dem AMC Naila startende Tobias Hornfeck auf Opel Vectra vor dem Gefreeser Thomas Blumreich (VW Golf) und dem für den MSC Nordhalben startende Adrian Wolf (Audi A 4).
Bei den verbesserten Fahrzeugen bis 1300 ccm Hubraum siegte der für den MSC Sparneck startende Bernd Fraas auf Opel Corsa vor dem Hofer Stefan Lindemann, der mit seinem allradgetriebenen Subaru Justy und einer guten Sekunde Rückstand aus beiden Wertungsläufen Zweiter wurde. In der Klasse bis 1600 ccm siegte der für den MSC Marktredwitz startende Thomas Gottfried vor den beiden Hofer AC´lern Helmut Hodel (Hof) und Robert Plietsch (Röslau), alle auf Toyota Corolla. Die Zwei-Liter-Klasse wurde zu einer sicheren Beute von Alexander Hofmann, der den AMC Nailaer Rudolf Hornfeck (Opel Calibra) um gute viereinhalb Sekunden deutlich hinter sich zurück ließ. In der Klasse über zwei Liter Hubraum fighteten Stefan Sell und Kilian Nierenz mit Fahrten auf der allerletzten Rille nicht nur um den Klassensieg, sondern auch darum, an die Zeiten von Hofmann heranzukommen – was jedoch nicht gelang. Dennoch boten beide mit ihren allradgetriebenen Audi quattro eine Super-Show für die Zuschauer, die Sell mit ganzen 14 Hundertstel-Sekunden Vorsprung für sich entschied.
Im Nachmittags-Wettbewerb gab es dann einige Verschiebungen, angefangen mit dem Ausfall wegen eines technischen Defektes am Opel Vectra von Tobias Hornfeck, der diesen nach dem ersten Wertungslauf vorzeitig abstellen mußte. Den Sieg bei den serienmäßigen Fahrzeugen holte sich der MSC Nordhalbener Adrian Wolf, der den Klassensieger des Vormittages, Thomas Blumreich wegen Bremsproblemen am VW Golf hinter sich zurücklassen konnte.
Bei den verbesserten Fahrzeugen bis 1300 ccm konnte Bernd Fraas seinen Klassensieg vom Vormittag wiederholen, Zweiter wurde erneut Stefan Lindemann und der ansonsten bei Slalom-Veranstaltungen auf asphaltiertem Geläuf´ anzutreffende Fabian Sandner (Himmelkron), ebenfalls AC Hof, wurde Dritter. Die Hofer Veranstaltungs-Teilnehmer zeigten dann auch in der Klasse bis 1600 ccm Hubraum ihr Fahrkönnen, denn die drei Fahrer der Toyota Corolla wechselten nun die beiden ersten Plätze, denn Helmut Hodel holte sich den Klassensieg vor Thomas Gottfried, während Robert Plietsch erneut Dritter wurde.
Alexander Hofmann gelang es am Nachmittag dann, seine Gesamt-Zeit vom Vormittag noch einmal um fast eine Sekunde zu unterbieten und wurde damit strahlender und verdienter Gesamtsieger. Keine Veränderung in der Platzierung gab es bei den Fahrzeugen über 2 L-Hubraum, Stefan Sell konnte sich sogar mit fast einer Sekunde Vorsprung von Kilian Nierenz absetzen.
Bei den einzelnen Siegerehrungen bedankte sich AC-Vorsitzender Karl-Heinz Bauer bei allen Teilnehmern für das sportlich faire Verhalten, und bei den Genehmigungsbehörden für den gewährten Vertrauensvorschuß und „last but not at least bei allen AC-Helfern, die stundenlang im Staub ausgeharrt haben, damit die Veranstaltungen durchgeführt werden konnten!“
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Trotz vorletzter Startnummer und Zündaussetzern:

Hodel/Heinzel fahren bei Labertal-Rallye auf Platz fünf

(gpp) – Zu Beginn ihrer beider Motorsport-Karrieren fuhren Helmut Hodel und Sabine Heinzel (beide Hof) gemeinsam Rallye, in den Jahren danach verzweigten sich dann beide jedoch: Helmut Hodel holte sich Wolfgang Plank (ebenfalls Hof) in das Cockpit seines VW Golf und Sabine Heinzel fuhr unter anderem mit dem Plauener Honda-Händler Manfred Schmack zu Bayerischen Meisterehren und wies in den Folgejahren vielen anderen, durchaus auch namhaften Rallyefahrern den rechten Weg.
Bei der Labertal-Rallye am vergangenen Samstag fand das für den Automobilclub (AC) Hof startende Ehepaar wieder einmal zusammen, und mußte aufgrund der erst recht kurzfristigen Nennung mit der vorletzten Startnummer in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum vorlieb nehmen.
Die mittlerweile 17. Ausgabe dieser traditionsreichen oberpfälzischen Veranstaltung rund um das Tal der schwarzen Laber, führte über drei verschiedene Wertungsprüfungen (WP) die jeweils zweimal zu befahren waren. Auf 97 % asphaltierten Strecken waren jeweils eine Start-Ziel-Prüfung und zudem zwei Rundkurse zweimal zu bewältigen.
Mit der späten Startnummer in ihrer Klasse hatten Hodel/Heinzel vor allem in den Rundkursen einige haarige Situationen zu meistern, wenn die beiden auf langsamere Mitbewerber aufliefen und nicht immer und sofort überholen konnten. „Das hat uns schon einige Sekunden gekostet“, rapportierte Beifahrerin Sabine Heinzel bei der nachmittäglichen Pause, obwohl beim Aushang der Zeiten der ersten Etappe gemeinsames Aufatmen angesagt war: „….doch gar net soo schlecht!“ (Eine 5te Zeit in der kurzen WP eins, eine 6te in der WP zwei und eine 4te Zeit in der WP drei; Anm. d. Verf.).
Im zweiten Durchgang hatten die beiden Hofer dann nicht nur mit abbauenden Reifen zu kämpfen, sondern ab der WP fünf sorgten zudem Aussetzer beim Beschleunigen für Probleme und obwohl Helmut Hodel vor der letzten WP sechs sogar noch die Zündkerzen wechselte, änderte sich an den Aussetzern nichts, im Gegenteil. „Der Motor ist sogar zweimal ausgegangen“ ärgerte sich Hodel im Ziel – dennoch reichte es für die beiden Hofer unter den 24 Startern in ihrer Klasse noch auf den guten fünften Platz.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Automobilslalom beim ASC Burgkunstadt:

Podestplätze für Coburger und Hofer Pylonenartisten

(gpp) – Die Coburger und Hofer Pylonenartisten begannen die zweite und entscheidende Saisonhälfte 2019 mit Paukenschlägen: In der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum stürmte der für den AC Hof startende Stefan Vogtmann (Hof) mit seinem schwarz-weißen VW Polo derart vehement über den gut 800 m langen Parcours im Burgkunstädter Industriegebiet „Seewiese“, dass die Stoppuhren der Zeitnehmer bei zweimal guten 37´er Sekunden stehen blieben – und als die Streckenposten keine Pylonenfehler vermelden konnten, landete der Hofer zu seiner eigenen Überraschung in seiner Klasse auf dem zweiten Platz und wurde in der gesamten Gruppe aller verbesserten Fahrzeuge sogar noch überragender Dritter. „Diesen Tag werde ich mir im Kalender ganz dick anstreichen!“ freute sich Vogtmann bei der Siegerehrung. Auch darüber, dass er seine Coburger Rivalen, Vater Arnfried und Sohn Stefan Bätz (beide Meeder) vom AMC Coburg im ADAC, die ansonsten in dieser Klasse den unschlagbaren Ton angeben, diesmal hinter sich zurück lassen konnte.
„Es war halt ein anspruchsvoller und schneller Parcours, der nicht auf Motorleistung ausgelegt war, sondern Chancengleichheit für alle bot!“, so Vogtmann weiter.
Denn die beiden Coburger waren mit ihrem giftgrünen Opel City Kadett in ihren einzelnen Läufen zwar schneller gefahren als Vogtmann, mußten sich aber jeder aus beiden Läufen sechs (!) Strafsekunden für jeweils zwei verschobene Pylonen anrechnen lassen und landeten – dennoch – auf den Plätzen drei und vier in dieser Klasse. In der gesamten Gruppe der verbesserten Fahrzeuge reichte es dann sogar auch noch zu den Plätzen vier und fünf.
Da konnten die anderen Slalom-Fahrer des AC Hof nur staunend daneben stehen, denn obwohl Fabian Sandner (Himmelkron) mit seinem Peugeot 206 bei den serienmäßigen Fahrzeugen in seiner Klasse mit einer fehlerfreien Fahrt aufwarten konnte, landete er ´nur` auf Rang sieben. Und Stefan Lindemann (Münchberg) und Mario Rückner (Schwarzenbach/Wald) wurden mit ihrem seriennahen VW Polo in der Klasse der Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum Neunter bzw. Elfter, wobei Stefan Lindemann in seinem ersten Lauf sogar drei Strafsekunden aufgebrummt bekam.
„Trotzdem sind wir zufrieden und sehen dem Saisonfinale in Helmbrechts, Anfang Oktober, zuversichtlich entgegen“, so die Hofer Motorsportler bei ihren jeweiligen Siegerehrungen.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.asc-burgkunstadt.de und www.pfaffis-auswertung.de.

Gerd Plietsch


Erfolge an zwei Fronten:

Klassensiege und Gesamtsiege für Coburger Motorsportler

(gpp) – Die Motorsportler des AMC Coburg im ADAC kämpften am ersten September-Sonntag an verschiedenen Fronten – und fuhren dabei beachtliche Erfolge ein. Während Matthias Bätz (Meeder) mit seinem Opel Corsa beim Cross-Slalom des AMC Naila im Hadermann´schen Steinbruch bei Berg (Bad Steben) antrat und dort regelrecht Staub ´fressen` mußte, jagten Bruder Stefan und Vater Arnfried ihren Opel City Kadett beim Automobil-Slalom des MSC Marktredwitz ebenfalls bei großer Hitze, aber staubfrei, über den Parcours am Rande des Autohofes Thiersheim (BAB A 93 Hof-Regensburg).
Und dabei gelangen den rührigen Coburger Motorsportlern beachtliche Erfolge!
Im Hadermann´schen Steinbruch holte sich Matthias Bätz bei der Vormittags-Veranstaltung einen deutlichen Klassensieg in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum (mit fast vier (!) Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten; Anm. d. Verf.) und wurde am Nachmittag noch guter Dritter – konnte also in beiden Veranstaltungen das Siegertreppchen erobern. „Wir fuhren teilweise in unserem eigenen Staub, da der Wind nicht kräftig genug blies, um die Staubwolken schnell genug zu vertreiben“, so Bätz bei der Siegerehrung.
Bruder Stefan und Vater Arnfried mischten zur gleichen Zeit die Teilnehmer beim Slalom des MSC Marktredwitz kräftig auf, denn sie pfeilten mit dem giftgrünen Kadett derart schnell und fehlerfrei durch den Parcours, dass der Konkurrenz Luft und Spucke wegblieb. In seinen beiden Läufen brannte Stefan zwei 45´er Zeiten in den Asphalt und ließ seinen Vater, der ebenfalls zwei fehlerfreie Läufe abliefern konnte, mit gut eineinhalb Sekunden Vorsprung deutlich hinter sich zurück. Damit war der Sieg in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum sicher, doch im Lauf der Veranstaltung zeigte sich, dass die sowohl Hubraum- als auch leistungsstärkeren Fahrzeuge nicht an diese Zeiten herankamen, so dass Bätz auch die gesamte Gruppe der verbesserten Fahrzeuge gewann. Am Ende gelang es Bätz sogar, den `Hausherren` und mehrfachen Slalom-Champion Andreas Krämer vom MSC Marktredwitz und dessen BMW M 3 um sechs Hundertstel-Sekunden zu schlagen und damit die Gesamtwertung zu gewinnen. Vater Arnfried wurde Zweiter in der Klasse, Zweiter in der Gruppe und Fünfter im Gesamtklassement der insgesamt 79 Starter.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.pfaffis-auswertung.de und unter www.amc-coburg.de.

Gerd Plietsch


Rallye Grünhain, Cross-Slalom AMC Naila und Slalom beim MSC Marktredwitz, und:

Lust und Frust bei Hofer Motorsportlern

(gpp) – Den letzten August-Samstag und den ersten September-Sonntag verbrachten die Motorsportler des Automobilclubs (AC) Hof an den unterschiedlichsten Fronten und fuhren dabei gute Ergebnisse ein – mußten aber auch Ausfälle wegen technischer Defekte hinnehmen.
Ein solcher Defekt (Getriebe) ereilte die Hofer Helmut Hodel und Wolfgang Plank, die mit ihrem neuen VW Golf bei der Nat. Rallye in Grünhain am Start waren. Nach dem ersten Durchgang über die drei Wertungsprüfungen (WP) rangierten Hodel/Plank auf Rang drei, nachdem man sich in der WP eins mit einem Verbremser einen kleinen Schnitzer geleistet hatte. Helmut Hodel, der immer noch dabei ist, mit seinem neu aufgebauten VW Golf so ´eins´ zu werden, wie mit seinem alten, strandete aber dann im zweiten Durchgang der WP drei, denn auf dem dortigen Kopfsteinpflaster streikte das Getriebe und Hodel/Plank mußten vorzeitig aufgeben und aus dem Wettbewerb aussteigen.
Ehefrau Sabine Heinzel, die wieder im Honda Civic des Tirschenreuthers Wolfgang Stopfer Platz genommen hatte („nachdem der Aufbau des neuen Fahrzeuges ´endlich` abgeschlossen ist!“) fuhr mit diesem in ihrer Klasse unter 18 Teilnehmern bis auf Rang sieben nach vorne, „so dass wir von einem perfekten Auto sprechen können“, so Sabine Heinzel im Ziel, „und nur noch ein paar ´Kleinigkeiten` zu erledigen sind – wir brauchen halt noch jede Menge Kilometer um uns mit dem neuen Fahrzeug einzugewöhnen!“.
Am Sonntag starteten dann die Pylonenartisten des AC Hof beim Automobil-Slalom des MSC Marktredwitz, den dieser rund um den Autohof Thiersheim an der BAB A 93 (Hof – Regensburg) veranstaltete, und die Slalom-Artisten, die Staub und Hitze nicht scheuen, fuhren zum wiederholten Mal zum Hadermann´schen Steinbruch bei Berg (Bad Steben) und nahmen dort die Cross-Slalom Doppel-Veranstaltung des AMC Naila unter die Räder. Dabei gelangen Robert Plietsch (Röslau) und dem am Vortag bei der Rallye in Grünhain etwas glücklosen Helmut Hodel (Hof) in der Vormittags-Veranstaltung ein Zweiter und ein Dritter Platz. „Dabei mußten wir immer wieder in unseren eigenen Staub hineinfahren, weil nicht genug Wind ging, um diesen schnellstmöglich zu verwehen!“, ärgerten sich die beiden im Ziel. Am Nachmittag wurde die Strecke etwas verkürzt, da stellenweise immer schlechter werdender Untergrund zu Beschädigungen an manchen Fahrzeugen führte. Diesmal gelang Helmut Hodel der Klassensieg und Robert Plietsch wurde erneut Zweiter.
Die Pylonenartisten weilten derweil beim Slalom des MSC Marktredwitz, wo Fabian Sandner (Himmelkron) mit einem Pylonenfehler im zweiten Lauf mit Platz neun gerade noch in die Top Ten seiner Klasse der serienmäßigen Fahrzeuge rutschte. Stefan Lindemann (Münchberg) und Mario Rückner (Schwarzenbach/Wald) waren mit ihrem VW Polo in der Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum am Start, lieferten beide zwei fehlerfreie Läufe ab und erreichten am Ende die Plätze sieben und neun unter den Top Ten dieser Klasse. Ebenfalls mit einem VW Polo, allerdings in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge, war der Hofer Stefan Vogtmann am Start, lieferte ebenfalls zwei fehlerfreie Läufe ab, verpaßte aber dennoch knapp das Siegertreppchen und wurde guter Vierter in seiner Klasse – und in der gesamten Gruppe der verbesserten Fahrzeuge sogar noch Fünfter. Einen ausgezeichneten dritten Platz gab es am Ende noch für den Münchberger Lindemann, der zudem im Wettbewerb des gleichmäßigen Slaloms an den Start gegangen war, und beide Läufe mit einer Abweichung von lediglich zwölf Hundertstel-Sekunden absolvierte und sich damit den letzten Podestplatz sichern konnte.
„Nun reichen aber die ´Kämpfe` an den verschiedenen Motorsport-Fronten“ so Hof Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Bauer launig, „jetzt müssen wir alle Kräfte für die Vorbereitung und die Durchführung unseres Rallyesprints am kommenden Sonntag (8. September) in Schwand b. Weischlitz konzentrieren!“
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


`Zurück in die Zukunft`?:

Automobil-Slalom auf dem Teltow-Fläming-Ring in Kallinchen

(gpp) – Ist es wie ´Heimkommen`?
Wohl eher nicht, oder doch??
Schließlich sind wir in den ersten Jahren nach der Wende, als die Int. Havelland-Rallye Berlin-Brandenburg zur Int. Deutschen Rallyemeisterschaft zählte, in jedem Jahr im Süden Berlins zu Gange gewesen, und haben – soweit es uns erlaubt und möglich war – Kallinchen vor allem auf den abwechslungsreichen und anspruchsvollen Rallye-Wertungsprüfungen (WP) kreuz und quer vermessen. Und wir sind (errötend?) den Spuren derjenigen gefolgt, die diese Spuren zwar gelegt, sie aber am liebsten für immer und ewig geheim gehalten hätten (die Staatssicherheit, gen. Stasi.).
Da gab es also ein Gelände, welches für uns Wessis fremd und völlig unvorstellbar war, aber wie es sie im einst von der Sowjetunion ´besetzten` Ostdeutschland zahllos und zuhauf gab, und die – zumindest einige Jahre lang – zu besonderen Spielwiesen für Motorsportler wurden (so unter anderem auch der ehem. russische Flugplatz Brand, der später eine riesige Zeppelin-Halle bekam und heute das bundesweit bekannte „Tropical Island“ beherbergt; Anm. d. Verf.).
Zum ersten Mal hörten wir am Rande einer schon in Bad Hersfeld ´stationierten` Hessen-Rallye von einer Veranstaltung im ´Dunstkreis` Berlins, bei welcher es eine Wasserdurchfahrt zu geben schien, deren Wasserstand reguliert werden könne?????
Ein Jahr später fuhren wir selbst als DSK-Vorauswagen vor den Teilnehmern der Int. Havelland-Rallye Berlin-Brandenburg durch diese riesige Wasserlache und kamen aus dem Staunen, was sich hinter den undurchdringlich scheinenden Kiefernwäldern im Süden Berlins versteckte, gar nicht heraus: Ein Gelände mit den unterschiedlichsten Straßen, breit und schmal, den unterschiedlichsten Kurvenradien, den unterschiedlichsten Belägen, teilweise durchzogen von Straßenbahnschienen, versehen mit zahlreichen Bodenwellen, langen und breiten Kurven aber auch schmalen, asphaltierten und kurvenreichen Passagen durch einen Wald, die so richtig nach dem Geschmack von uns Rallyefahrern waren und die dann in die oben erwähnte Wasserdurchfahrt mündeten.
Der Weg dorthin führte damals am Rande von Schöneiche entlang, ging in einen Weg durch den märkischen Sandboden über, führte an einer alten und verrosteten Schranke vorbei und bog schließlich nach links in ein Kiefernwäldchen ein und traf am Ende des Wäldchens auf eine breite Asphaltstraße, die einen Teil des großen und weitläufigen Ringes um diese Anlage der ostdeutschen Staatssicherheit bildete, wo bis 1989 Fahrer von hochrangigen Politikern und wohl auch Militärs aus- und fortgebildet wurden – wie wir so nach und nach von den ´Einheimischen` erfuhren, die aber wohl selbst jahrelang nicht wirklich wußten, was dort im Wald von Kallinchen eigentlich vorging.
Auf jeden Fall entpuppte sich dieses Gelände als ideale ´Spielwiese` für die bundesdeutschen Rallyesportler, die vor allem in den ersten Jahren nach der Grenzöffnung dort im Jahres-Rhythmus einen Teil ihrer alljährlichen DM-Rallyes (vor allem die Havelland-Rallye Berlin-Brandenburg) durchführten.
(Eine weitere Wertungsprüfung dieser Veranstaltung führten die Männer von der PRS-Berlin auf der Trainingsbahn der Mariendorfer Trabrennbahn durch, doch da Mariendorf ja in West-Berlin lag, gab´s diese WP auch schon, als es die DDR noch gab und die Berlin-Brandenburg schon wegen des Namens die eine oder andere WP in Berlin benötigte. Aus diesem Grund wurde im südlichen Neukölln auch noch ein Straßenkarree rund um den „Boschweg“ gefahren. Anm d. Verf.).
Jetzt aber zurück nah Kallinchen, tolle Erinnerungen kommen peu á peu zurück – undh die Anlage scheint sich im Laufe der Jahrzehnte nicht wirklich verändert zu haben.
Die Zufahrt führt jetzt allerdings durch Kallinchen selbst, ausgeschildert ist das nach einigen Hin und Her´s von verschiedenen Besitzern und Betreibern jetzt als „Teltow-Fläming-Ring“ bekannte und gut genutzte Areal und der Weg führt an dem Gelände vorbei, wo früher der große gemeinsame Serviceplatz war und erreicht auf dem eingangs bereits erwähnten schmalen, Asphaltweg, der Vierer und Fünfer –Kurven vertrug und noch immer verträgt, direkt das Verwaltungsgebäude, vor dem die ebenfalls eingangs erwähnte Wasserdurchfahrt eingerichtet werden kann. Eine spätere Erkundung des Geländes ergab zudem, dass die Zufahrt, durch die wir früher das Gelände erreichten und die durch ein märkisches Kiefernwäldchen mit tückischem Sandboden führte, mittlerweile verschlossen ist. Aber der Zaun und das Gittertor sind so verrostet, dass es noch immer diejenigen sein könnten, durch die wir damals das Gelände erreichten.
Doch nun zum aktuellen Geschehen:
Mit 48 Startern bei beiden vcb-Veranstaltungen waren die Veranstalter um Sportleiter Sven Parlitz mehr oder weniger zufrieden, „…es sind halt vor allem die alten Hasen, die den Grundstock unserer Teilnehmer bilden, es fehlt jedoch der Nachwuchs. Trotz der Teilnahme von neun Startern des ADAC-Slalom-Youngster-Cups.“ (Im Herkunftsland des Chronisten sind es bei den einschlägigen Veranstaltungen meistens ein paar Starter mehr.)
Dabei ist die Anlage und die Streckenführung in Kallinchen großzügig und weiträumig – halt ein wenig „jwd“, wie der Berliner gerne sagt, aber gerade diese Abgeschiedenheit von der ´Zivilisation` hat durchaus ihre Vorteile. Es gibt keinerlei Anwohner, die belästigt werden könnten und keinerlei Probleme mit Absperrungen und Sperrzeiten. Sicher, die Anreise vom einstigen Naherholungsgebiet der Berliner während der Mauerzeit, nämlich aus Franken oder der Oberpfalz, in die Hauptstadt, ist nicht der nächste Weg. Aber verbunden mit einem verlängerten Wochenende (schließlich ist die Mitte der Hauptstadt nur eine gute dreiviertel Stunde entfernt; Anm. d. Verf.) könnte so mancher Parkplatz-, Flugplatz-Landebahn- oder sonstiger eintöniger Strecken geschädigter Nordbayerischer Pylonenartist nicht nur neue Erfahrungen sammeln, sondern vielleicht auch neue Mitbewerber und damit neue Freunde finden???
Chronistenpflicht ist natürlich die Nennung der Protagonisten, vornehmlich der, die diese Veranstaltungen geprägt haben, und da ist an allererster Stelle der Berliner Chistian Redomski zu nennen, der mit seinem Citroen beide Slaloms für sich entscheiden konnte, den ersten am Vormittag mit über eineinhalb Sekunden Vorsprung vor gleich drei (!) Minis, einem BMW M 3 und einem kleinen Fiat Abarth. In der Nachmittags-Veranstaltung leistete er sich gar einen Pylonenfehler – und gewann trotz der dafür ausgelobten drei Strafsekunden. Wieder vor zwei Mini´s, und trotz der Strafsekunden erneut mit eineinhalb Sekunden Vorsprung; Chapeau!
Und um die motorsportliche Nostalgie noch auf den Höhepunkt zu treiben, befand sich im Starterfeld – natürlich – auch ein Trabi, der nicht nur akustische („Reng, deng a deng“) sondern auch olfaktorische Historic-Highlights verbreitete.
Erinnerungen an Urlaube in Dänemark - und Skandinavien insgesamt - lassen auch die zahlreichen Verkaufsstände entlang der Durchfahrt durch die kleinen und kleinsten Dörfchen aufkommen, wo Pflaumen und Heidelbeeren etc. feilgeboten werden.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.vcb-berlin.de.

Gerd Plietsch

PS: (Und zum endgültigen Abschluss noch ´ne Moral von der Geschicht`: echt geile Autos sind oft schlicht! Von diesem Spruch hätten wir zu Beginn unserer Motorsport-Karriere Anfang der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wissen sollen. Denn nachdem damals der Entschluss gereift war, an der Rallye „M….“ teilzunehmen begaben wir uns mit unserem total serienmäßigen Fiat 128 ´rally` zum Startort und fanden uns dort zahllosen – scheinbar hochgezüchteten – BMW´s der 02´er Reihe und etlichen C-Kadetten gegenüber, die allesamt mit Überrollkäfigen, dicken Kotflügel-Verbreiterungen, etlichen Zusatzscheinwerfern und mit zahllosen Aufklebern ausgerüstet waren, so dass wir uns zutiefst erschreckten und äußerst gedemütigt unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antraten.
An diese Begebenheit erinnerten wir uns beim Besuch des Fahrerlagers der vcb-Slaloms in Kallinchen, denn leider erfüllten nicht alle der dort ab- und aufgestellten ´geilen` Autos im späteren Wettbewerb die im Stand anscheinend zu erhoffenden Anforderungen.)


Endlich ist es wieder soweit:

Start frei für die automobilen Klassiker am Würgauer Berg

(gpp) – Freunde, Fans und vor allem die Teilnehmer können „endlich!“ aufatmen, das Warten hat sich gelohnt, denn am Sonntag, den 22. September präsentiert der 1. Bamberger Automobilclub vor der „Würgauer Wand“ wieder bundesweit einzigartige Oldtimer bei der inzwischen 12. „Berg-Classic-Würgau“.
Rennleiter Hans Schrüfer (Bamberg) hat sich alle Mühe gegeben, bei seinem nun 19. Mal, dass er eine solche Veranstaltung organisiert, ein überaus attraktives Starterfeld zusammen zu bringen, und beim ersten Blick in die Starterliste, die insgesamt 18 Solo- und Seitenwagen-Maschinen sowie sage und schreibe 93 (!) Autos beinhaltet, wird klar: „Das wird ein ´Super-Sonntag!`“.
Denn neben den historischen Renn- und Rallye-Fahrzeugen präsentiert der Coburger Unternehmer Michael Stoschek (der die „Berg-Classic-Würgau“ mit seiner Firma Brose seit vielen Jahren unterstützt) neben einem originalen Lancia Stratos aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auch den von ihm in Auftrag gegebenen, einzigartigen und einmaligen New Lancia Stratos, komplett aus Kohlefaser gebaut. Brose-Chef Michael Stoschek wird dieses einzigartige Fahrzeug den Teilnehmern im Vorfeld der Fahrzeuge der Klasse 6 vorstellen.
Der Renntag beginnt gleich mit zwei international erfolgreichen Stars, die beiden Fürther Tanja Hentschel und Jürgen Riedel kommen mit internationalen Erfolgen wie zweiten, dritten und vierten Plätzen bei den FIM-Europameisterschaften 2015, 2016 und 2018 und bestreiten die „Brose Berg-Classic“ mit einer Aermacchi a la Rossa 200 ccm (Hentschel) und einer Nico Bakker Hona Bol´Dor CB 1000 ccm (Riedel). Aber auch zwei Einheimische, die Bamberger Markus Dütsch und Jimmy Warwas kommen mit ihren Moto Guzzi T 3LM (Dütsch) und Suzuki GT 250 ccm (Warwas) nach Würgau um die dortige „Wand“ zu bezwingen.
In der zweiten Motorrad-Klasse starten hautsächlich Gespanne, darunter eine Ireson Yamaha F 2 1000 ccm und 150 PS sowie einige BMW Keeler-Maschinen.
In der ersten Fahrzeugklasse starten Rennwagen bis zum Baujahr 1950. Darunter befinden sich ein Lagonda LG 45 aus 1936, ein Riley Ulster Imp von 1934 sowie zwei Alvis und ein DKW F 1 Monoposto.
In der Klasse vier starten die bekannt schnellen Fiat Abarth sowie die als österreichische ´Gemsen` gefürchteten Steyr-Puch Fahrzeuge. Dabei ist unter anderem auch wieder der Niederländer Ad van Ling aus Zevenar.
Die Klasse fünf bringt dann Fahrzeuge wie deinen Ferrari Lusso mit 3 L Hubraum und 240 PS Leistung hervor, dazu gesellen sich ein Daimler Benz 300 SL, einige Austin Healeys, ein Porsche 356 sowie etliche englische Triumph-Sportwagen.
Den größten Zulauf erreichte die Klasse sechs, die Rennleiter Schrüfer wegen der 38 (!) Starter geteilt hat. In der Klasse sechs (18 Starter) fahre zwei Renault Aloine A 110, ein Austin Healey 3000 MK II, ein Porsche Carrera, erstmals ein VW Scirocco und weitere interessante Rennwagen wie etwa ein Fiat Abarth 124 Rallye (von 1966) oder ein kleiner BMW 700 – und zwei Melkus RS 1000, die bekanntesten und erfolgreichsten Rennwagen der ehemaligen DDR.
In der Klasse 6 plus warten dann insgesamt 19 Fahrzeuge auf das Fallen der Startflagge. Mit von der Partie sind ein Lancia Stratos HF, zahlreiche Porsche´s, darunter ein 911 RSR, ein Ford GT 40, ein Ford Escort RS 2000 (Rennversion), etliche ´heiße` BMW´s, ein Lombardi Grand Prix BMT, etc., etc., pp.
In der vorletzten Klasse bewegen sich dann Rennwagen bis Baujahr 1970 die „Würgauer Wand“ hinauf, und mit dabei ist zum ersten Mal ein Porsche GTS mit 3,5 Litern Hubraum und gut 250 PS. Eine weitere Rarität ist ein Abarth OT von 1934, der insgesamt nur dreimal in Deutschland vorhanden ist. In dieser Klasse starten auch einige Formel V-Rennwagen sowie ein Britannia Formel Junior, der ebenfalls seine Würgau-Premiere feiert.
Abschluss und Höhepunkt sind dann natürlich die elf Rennwagen, die als letzte an den Start gehen: das sind der englische Publikums-Liebling Keith Harris mit seinem Chevron Formel 2, des Weiteren ein GRD-Toyota von Trella Motorsport und natürlich der Kulmbacher Richard Feulner mit seinem Martini BMW. Der Bamberger Ralf Sauer kommt mit seinem „Stenger C 1“ nach Würgau und vom gastgebenden 1. Bamberger Automobilclub sind noch Uwe Scherer auf einem MACO Formel 3 und Stephanus Sperber mit einem Kaiman Formel V sowie Edgar Höllein mit seinem Fiat Abarth SE 025 dabei und garantieren ordentlichen Hör- und Geruch-Genuß.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.wuergauerberg@hotmail.de.

Gerd Plietsch


„Endlich!“:

Hans-Schwägerl-Gedächtnisfahrt

(gpp) – Es gab immer Gerüchte, es wurde erwogen und abgewogen, verlegt und verschoben, doch jetzt fand sie ´endlich` statt, die 1. Hans-Schwäger-Gedächtnisfahrt, die eines Mannes gedenkt, der den Motorsport – und das nicht nur in der Region, sondern bundesweit – bekannt, und ja – fast salonfähig – gemacht hat. Der ehemalige Renn- und Rallyefahrer, Hotelier und langjährige Macher und Motor seines Motorsportclubs (MSC) Marktredwitz hat sich diese Reminiszenz mehr als verdient! Sicher, er war immer auch ein wenig Patriarch, aber er entstammte einer Zeit, als das Patriarchat gesellschaftlich unangefochten war und er hat mit diesem Patriarchat auch Werte für den Motorsport geschaffen, die weit über seinen Tod hinaus reichen.
Nicht umsonst trafen sich in diesem Frühjahr etliche hochrangige Rallyefahrer, darunter der legendäre Doppel-Weltmeister Walter Röhrl sowie die ehem. Deutschen Rallyemeister Harald Demuth und Reinhard Hainbach im Fichtelgebirge, um unter zahlreichem Fotoapparaten und den Scheinwerfern der Fernsehkameras einen kleinen Teil einer einstigen Wertungsprüfung der legendären Olympia-Rallye zu befahren. Eine wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit mit dem Namen Hans Schwägerl verbundende Rallye, aber auch die damaligen Bayer. ADAC-Winterrallyes (einige Jahre auch als SACHS-Winterrallye bekannt; Anm. d. Verf.) sind untrennbar mit Hans Schwägerl verbunden.
Und nun hatte sich also der ehemalige Marktredwitzer Sportleiter Helmut Burner tatsächlich ein Herz gefaßt, und seine Hans-Schwägerl-Gedächtnisfahrt organisiert – und durchgeführt.
44 Teilnehmer ließen es sich nicht zweimal sagen, gaben ihre Nennung ab und trafen sich am frühen Vormittag in der Marktredwitzer Fußgängerzone, um von dort aus die gut 150 km lange Ausfahrt unter die Räder zu nehmen. Und diese führte sie – wie nicht anders zu erwarten – über Konnersreuth nach Neualbenreuth und weiter nach Altmugl und Mähring. Namen die diejenigen Motorsportler der Region mit der Gnade der früheren Geburt schon beim Lesen des Roadbooks höher schlagen ließen. Natürlich durfte auch das legendäre „Egerer Waldhäuschen“ nicht fehlen, und last but not at least der noch legendärere „Friedenfelser Berg“ – aber hinab. „Rauf´ kann jeder – mit genug PS! Aber ´runter….!“
Strecken, die dem guten Hans sicher gut gefallen (und sicher auch die Tatsache, dass gute drei bis dreieinhalb Stunden ohne Pause durch gefahren wurden, „kompromißlos halt“, wie er es gerne hatte; Anm. d. Verf.) – und natürlich auch und vor allem den Teilnehmern. Was diesen (und auch dem Hans möglicherweise) nicht so gut gefiel, waren die doch zahlreichen Fehler im Roadbook und die „Sonderprüfungen“, bei denen ein Kinderpuzzle auf Zeit zu lösen war und der Gesamtwert eines großen Glases mit kleinen Münzen geschätzt werden mußte. ´Gatterfahren, na ja, wenn´s unbedingt sein muss?!`…, was gefiel war sicher die kurze Sollzeitprüfung direkt nach dem Start, bei der eine Strecke von 30 Metern in fünfzehn Sekunden zurückzulegen war.
Alles in allem also eine schöne Veranstaltung – die jedoch ihren Glanz durch die überaus lange Wartezeit auf die Siegerehrung viel von diesem Glanz verlor, leider! Und natürlich auch durch die Tatsache, dass es keine wirklichen Auflösungen und – zumindest bei der ´Siegerehrung` – keinerlei Ergebnisse gab.
Aber gut, es war die erste Veranstaltung, es gibt also die Möglichkeit, bei weiteren Ausfahrten an der Präzision zu feilen – vor allem aber ist Dank zu sagen, dass sich Helmut Burner die Arbeit und Mühe gemacht hat, mit dieser Ausfahrt an den großen (manche sagten: „GröFaZ“ = „Größter Fahrtleiter aller Zeiten“, andere fanden Titel wie „König von Westböhmen“) Hans Schwägerl zu erinnern; Danke, Helmut!
Und Dir, lieber Hans, dort oben im Rallye-Himmel, hat´s hoffentlich gefallen!
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.auto-burner.de.

Gerd Plietsch


Hofer Rallyesprint, die ´Achte`:

Vogtländer Zimmermann/Voigt siegen souverän

(gpp) – Zum nun schon achten Mal hatte der Automobilclub (AC) Hof am zweiten September-Sonntag zu seinem Rallyesprint ins thüringische Vogtland geladen, wo im Dunstkreis der BAB A 72 (Hof – Chemnitz) Abfahrt Pirk, im ländlichen Schwand der Rallyesport in seiner direktesten Art praktiziert wurde.
Leider fanden nur 29 Teams aus Nordbayern und Südthüringen die kleinen und verschlungenen Pfade nach Schwand, zeigten sich aber von der angebotenen 4,4 km langen und durchaus abwechslungsreichen und anspruchsvollen Asphalt-Wertungsprüfung (WP) durchaus angetan. Zudem bot der in unmittelbarer Nähe zum Rallyezentrum und der Zwangspause befindliche Zuschauerpunkt wieder jede Menge Gelegenheit, mit zahlreichen Zuschauern nach vollbrachter eigener Leistung auch noch die der Mitbewerber anzuschauen – und zu bewerten.
Während es am frühen Vormittag, als die Teilnehmer die WP besichtigten, hier und da noch etwas neblig war, klarte es bis zum Beginn des Rallyesprints auf, und die Teams konnten die Strecke vom Startort Schwand aus in Richtung Geilsdorf, dann weiter in Richtung Ruderitz und zurück nach Schwand, zum eingangs erwähnten Zuschauerpunkt an einer Spitzkehre, und weiter bis zum Ziel, vor Unterkemnitzmühle bei besten Bedingungen unter die Räder nehmen.
Im ersten Durchgang setzte das vogtländische Mixed-Team Sebastian Zimmermann und Monique Voigt mit einem schneeweißen Mitsubishi Lancer Evo mit einer Zeit von 2:34,8 min. die erste Bestzeit und hielt sich damit den mehrfachen Bayer. Rallyemeister und Markenkollegen Reinhard Honke (Himmelkron) mit über einer Sekunde Vorsprung vom Leib. Im zweiten Durchgang verbesserten sich Zimmermann/Voigt um über zwei Sekunden, während Honke/Heinze sich zwar ebenfalls ein wenig verbesserten, in der Zwischenwertung aber weiter zurück fielen. Im dritten und letzten Durchgang konnten sich die Vorjahressieger Honke/Heinze zwar doch noch eine Bestzeit gutschreiben lassen, da ihnen Zimmermann/Voigt jedoch lediglich mit einer Zehntelsekunde Rückstand überaus dicht auf den Fersen waren, ging der Tagessieg mit über drei (!) Sekunden Vorsprung an das Team aus Plauen und Zwickau. Dritte auf dem Gesamtsiegerpodest wurden Mario Czok und Andy Tänczyk (Zwickau/Dennheritz), ebenfalls auf Mitsubishi Lancer.
Einen hervorragenden achten Gesamtrang konnte die Mit-Organisatorin des Rallyesprints, Sabine Heinzel (Hof), als Beifahrerin beim Tirschenreuther Wolfgang Stopfer verbuchen, beide brachten den neu aufgebauten Honda Civic Type R in problemloser Art und Weise ins Ziel und eroberten dabei auch noch den dritten Platz auf dem Siegertreppchen in ihrer Klasse. Einen Klassensieg hätten die für den MSC Presseck bzw. MSC Gefrees startenden Frank Strößenreuther und Klaus Roßdeutscher (Gefrees/Münchberg) auf BMW E 36-M 3 feiern können – da sie jedoch alleine in ihrer Klasse waren, wurden sie in die nächst höhere Klasse eingestuft und belegten dort Platz vier. Einen ´echten` Klassensieg gab es aber für Vater Hans und Sohn Max Limpert (beide Reckendorf), die mit ihrem BMW E30 320 iS für den AC Ebern angetreten waren. Weitere Klassensiege gab es für Tobias Edelmann und Markus Ernst (beide Grünhain), die für den MC Grünhain starteten und mit einem Skoda Fabia am Start waren und das für den AMC Naila bzw. MSC Schesslitz startende Mixed-Team Frank Hornfeck und Verena Nikol (Geroldsgrün/Ludwigsburg) auf Kadett GSi.
Nostalgie am unter den zahllosen Zuschauern auf, als die für die RRWC Lausitz startenden Christian Bitterlich und Marcel Baumann (Crottendorf/Langenweißbach) mit ihrem markanten Lada VFTS unterwegs waren und damit in ihrer Klasse sogar Platz drei erreichen konnten.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Slalom-Saisonabschluss beim ADAC-Ortsclub Naila:

Zeitenjagd auf der Start- und Landebahn

(gpp) – Am ersten Oktober-Sonntag (6. Oktober) geht es auf der Start- und Landebahn des Helmbrechtser Flugplatzes „Ottengrüner Heide“ vor der motorsportlichen Winterpause noch einmal richtig rund. Allerdings sind es keine Kleinflugzeuge, die dort starten und landen, sondern die Automobil-Slalom-Spezialisten des Nord-Ost-Oberfranken-Pokals (NOO), starten dort und gehen auf vehemente Zeitenjagd durch Tore und Pylonen.
Und dabei geht es noch einmal nicht nur um Sekunden und Pokale für den Tagessieg, sondern auch und vor allem um letzte und in vielen Fällen wichtige Punkte für die verschiedenen Meisterschaften und Pokalrunden wie den NOO-Pokal, die Nordbayerische ADAC-Slalom-Meisterschaft, die Bezirksmeisterschaft Oberfranken des Bayerischen Motorsport-Verbandes (BMV) und den Franken-Slalom-Pokal.
Der veranstaltende Verein, der ADAC-Ortsclub Naila wird einen 1.400 m langen Parcours aufbauen, der den einschlägigen Protagonisten noch einmal alles abverlangen und danach würdige Sieger und Platzierte generieren und schlußendlich ehren wird.
Die Veranstaltung beginnt mit den serienmäßigen Fahrzeugen der Gruppe G ab 9 Uhr, danach folgen ab 12 Uhr die seriennahen Fahrzeuge der Gruppe F und die verbesserten Fahrzeuge der Gruppe H bilden Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung ab etwa 15 Uhr.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.oc-naila.de.

Gerd Plietsch


Massenandrang bei Wiesauer Automobilslalom:

Coburger und Hofer Slalomfahrer sind vorne mit dabei

(gpp) – Das unter vier weiteren Prädikaten am meisten herausragende Prädikat zum ADAC-Gogeißl-Städte-Slalom-Pokal beschert der Veranstaltung des Motorsportclubs (MSC) Wiesau seit Jahren einen Teilnehmerandrang der ganz besonderen Art. Am vergangenen Sonntag stellten sich sage und schreibe 133 (!) Teilnehmer dem Starter, um den Slalom auf dem Gelände des Aeroclubs Erbendorf „Schweißlohe” unter die Räder nehmen zu können.
Da der Slalom aber auch zum Nordbayerischen ADAC-Slalom-Pokal, zum Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO), zum Regionalpokal Oberfranken (RPO) und zur Landkreismeisterschaft Tirschenreuth zählte, waren natürlich auch die Slalom-Spezialisten des AMC Coburg im ADAC und die des AC Hof am Start. Und während die vier Starter des Hofer Automobilclubs die gesamte Palette der teilnehmenden Fahrzeuge abdeckten (von der serienmäßigen Gruppe G über die Gruppe F der seriennahen Fahrzeuge bis hin zu den Boliden der verbesserten Gruppe H; Anm. d. Verf.) konzentrieren sich die beiden Fahrer des AMC Coburg im ADAC einzig auf die Klasse H 12, der verbesserten Fahrzeuge bis 1200 ccm Hubraum. Und dort sind die beiden, Vater und Sohn, Arnfried und Stefan Bätz (beide Meeder) fast Dauersieger, gewinnen, wenn die Strecke und die Mitbewerber ´passen` schon ´mal öfter die gesamte Gruppe der verbesserten Fahrzeuge, „und wenn uns das Glück und die Tagesform hold ist, landen wir hin und wieder sogar ´mal eine Gesamtsieg!“ so die beiden zuversichtlich.
In Wiesau waren aber derart zahlreiche bärenstarke 2L-Fahrzeuge und auch noch solche über 2L am Start, so dass für die Coburger an einen Gesamtsieg nicht zu denken war.
Dennoch entledigten sie sich ihrer Aufgabe mit Bravour, denn Vater Arnfried fuhr den giftgrünen Opel City Kadett unter den zwölf Teilnehmern in der Klasse mit einem Rückstand von lediglich 14 Hundertstel-Sekunden auf Platz zwei, und Sohn Stefan fuhr auf Platz vier, verpaßte das Siegertreppchen dabei lediglich um sechs Zehntel-Sekunden. In der gesamten Gruppe der verbesserten Fahrzeuge belegten sie die Plätze vier und sechs und haben damit weitere wichtige Punkte für die diversen Meisterschaften und Pokalrunden eingefahren.
Auch die Starter des Automobilclubs (AC) Hof zogen sich achtbar aus der Affäre, denn der Himmelkroner Fabian Sandner wurde mit seinem Peugeot 206 in seiner mit zehn Startern besetzten Klasse Vierter, und verpaßte das Siegertreppchen ebenfalls nur um äußerst knappe vier Hundertstel-Sekunden. Bei den seriennahen Fahrzeugen der Klasse F 8 tummelten sich 31 Teilnehmer (davon bestreiten manch andere Vereine ihre gesamte Veranstaltung; leider…..), und die beiden AC Hof´er Stefan Lindemann (Münchberg) und Mario Rückner (Schwarzenbach/Wald) hatten mit ihren VW Polo 86c einen schweren Stand. Zudem leistete sich Stefan Lindemann eine verschobene Pylone und mit den dafür ausgelobten drei Strafsekunden konnte er sich mit Platz neu „noch gerade so….“ unter den Top Ten platzieren. Mario Rückner fuhr fehlerfrei durch den Parcours und belegte am Ende Platz dreizehn. Der Hofer Stefan Vogtmann, der mit seinem VW Polo bei den verbesserten Fahrzeugen antrat, kam ebenfalls sicher, schnell und vor allem fehlerfrei durch alle Tore und Schikanen und landete am Ende auf Platz sechs.
Die letzte Möglichkeit, noch Punkte für die verschiedenen Slalom-Meisterschaften und Pokalrunden einzusammeln ist am ersten Oktober-Sonntag (6. Oktober) der Flugplatz-Slalom auf der „Ottengrüner Heide“ bei Helmbrechts, wenn der Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO) und auch der Regionalpokal Oberfranken (RPO) ihren Slalom-Saisonabschluss durchführen.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch