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Mitropa-Rally-Cup 2019:

Die Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer geht in ihre 55. (!) Saison

(gpp) – Er dürfte eine der ältesten Rallyesport-Serien der Welt sein, zumindest aber in Europa. Der „Mitropa-Rally-Cup“. Diese Europameisterschaft für Amateure und Privatfahrer geht in diesem Jahr in ihre bereits 55. (!) Saison – und ihr Erfolg ist ungebrochen.
Im vergangenen Jahr waren über 50 (!) Fahrerinnen und Fahrer in den beiden Haupt-Wertungen „Mitropa-Rally-Cup“ und „Mitropa-Rally-Historic-Cup“ (mit historischen Fahrzeugen; Anm. d. Verf.) angetreten und hatten die insgesamt neun Veranstaltungen in Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien, Kroatien und Slowenien unter die inzwischen meist allradangetriebenen Räder genommen (aber es gibt auch Sonderwertungen, unter anderem zum Beispiel für zweiradgetriebene Fahrzeuge oder für Neueinsteiger; Anm. d. Verf.).
Auch im Jahr 2019 werden inzwischen neun Rallyes für den Mitropa-Rally-Cup gewertet, mit der Rebenland- und der Lavanttal-Rallye zwei in Österreich, mit der Rallye Casentino – Toscana und der Rally Citta di Bassano zwei in Italien, mit der Rallye Velenje und der Rally Nova Gorica zwei in Slowenien und mit der Rally Opatja eine in Kroatien. Dazu kommt die ungarische Baranya Kupa-Rallye und der ultimative Höhepunkt und Abschluss des Cups ist alljährlich die Int. ADAC-3-Städte-Rallye in Deutschland.
Noch vor wenigen Jahren fanden auch in Deutschland zwei Rallyes statt, und zwar nicht nur der Abschluss im Oktober, sondern mit der meist winterlichen Oberland-Rallye auch der Saisonauftakt. Aber auch eine italienische Rally, die Rally Alpi Orientale im Herbst, gibt es seit einigen Jahren nicht mehr, genauso eine Rallye rund um die tschechische Skoda-Stadt Mlada Boleslav.
Und der Boom scheint ungebrochen, als Amateur oder Privatfahrer mit relativ geringem Aufwand und Einsatz die Möglichkeiten zu nutzen, auch bei ausländischen Rallyes anzutreten und überregionale Erfahrungen für eine evtl. und später höherwertige Rallye-Karriere zu sammeln. Bei allen Veranstaltungen sind Vertreter aller teilnehmenden Länder vertreten, so dass auch für eine reibungslose Kommunikation zwischen den Teilnehmern untereinander, aber auch mit den Verantwortlichen in den verschiedenen Veranstaltern ein für beide Seiten erfolgreicher Kontakt aufgenommen werden kann.
Neben dem italienischen Präsidenten Norberto Droandi steht dessen österreichischer Vize Walter Klösch sowie das Sekretariat beim ADAC Südbayern für alle Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Ansprechpartner und bei allen Veranstaltungen vor Ort sind Walter und Barbara Klösch sowie die Team-Vertreter Karin Thannhäuser, Florian Zelger und Peter Schauberger und beraten und vermitteln bei Problemen.
So werden Amateure und Privatfahrer betreut und geleitet und können sich in der Hauptsache darauf konzentrieren, mit Begeisterung und Können ihrem Hobby, dem Rallyesport – auch überregional – zu frönen.
Weitere Informationen und vor allem den neuen Terminplan für 2019 gibt es im Internet unter
www.mitropa-rally-cup.de.

Gerd Plietsch


33 Termine festgeklopft:

Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO) wird in seinem 49. Jahr voraussichtlich 33 Veranstaltungen durchführen

(gpp) – Auch wenn die aktuelle Terminplanung für das kommende Jahr 2019 im direkten Fokus der alljährlichen Termin-Tagung des Nord-Ost-Oberfranken-Pokals (NOO) im Vordergrund stand, war und ist den Vertretern der insgesamt 30 in dieser Veranstalter-Gemeinschaft vertretenen Motorsportclubs überdeutlich klar, dass sich im übernächsten Jahr (2020; Anm. d. Verf.) ein „völlig unvorhersehbares!“ Jubiläum einstellen wird, nämlich das 50-Jährige Bestehen dieser Motorsport-Veranstalter-Gemeinschaft!
Doch zunächst mußte die Tagesordnung der Sitzung abgearbeitet werden, und so übernahm nach der Begrüßung durch Frank Hornfeck, dem Vertreter des gastgebenden AMC Naila, in dessen Vereinsheim am Gailer Weg das alljährliche Veranstalter-Treffen stattfand, der Vorsitzende des NOO-Pokals, Thomas Fleischer (AMSC Bindlach) den Vorsitz und führte durch den Abend.
Die Rückschau auf die in diesem Jahr 46 (!) durchgeführten Veranstaltungen zeigte auf, dass – bis auf wenige Kleinigkeiten – alle Wettbewerbe problemlos durchgeführt werden konnten. Im Internet-Auftritt des NOO-Pokals sind alle, allerdings noch inoffiziellen, Ergebnisse einzusehen, bei Unstimmigkeiten bat Fleischer um zeitnahe Rückmeldung/en, damit bis zur Siegerehrung „alles geklärt werden kann!“ Die Siegerehrung für das Jahr 2018 wird der MSC Sparneck ausrichten, Ort und vor allem Zeitpunkt sind wegen des im kommenden Jahr überaus langen Faschings noch unklar. Im Internet-Auftritt werden aber alle Details rechtzeitig bekannt gegeben. Da sich in fast 50 Jahren eine gewisse Routine bei den NOO-Veranstaltern durchgesetzt hat, war auch die Terminabstimmung und –festlegung keine große Übung mehr. 2019 werden 7 Rallyes und 7 Orientierungsfahrten durchgeführt, dazu kommen 11 Slalom-Veranstaltungen sowie 6 Cross-Slalom-Wettbewerbe und 2 PKW-Geschicklichkeitsturniere.
Die Vertreter der inzwischen nach eigenen Angaben ältesten und vor allem räumlich größten Motorsport-Pokalrunde wandte sich dann dem anstehenden Jubiläum 2020 zu und vereinbarte, dafür einen Extrabeitrag zu leisten. Stattfinden soll die Jubiläumsfeier mit der Ehrung der Sieger 2019, denn dann ist der NOO-Pokal tatsächlich 50 Jahre alt.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.noo-pokal.de.

Gerd Plietsch


48. Winter-Nacht-Orienierungsfahrt „Sewastopol“

Gesamtsieg für Routiniers Horst Strößenreuther und Erich Denzler

(gpp) – Gerade noch rechtzeitig besann sich Frau Holle ihrer angestammten, winterlichen Pflicht, und überzog das Geläuf´ der Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol“ des Motorsportclubs (MSC) Helmbrechts am Tag zuvor und in der Nacht mit Schnee – allerdings versäumte es Väterchen Frost, ein paar Minusgrade mitzuschicken, so das sich „das letzte Abenteuer“, so ein ungenannt bleiben wollender Teilnehmer vor dem Start, in durchaus überschaubaren, durch den mittags einsetzenden Regen aber vor allem matschigen Grenzen hielt. Das Vorzeigen der lt. Ausschreibung mitzuführenden Schaufel war daher auch – letztlich mehr oder weniger – eine ´Alibi`-Aktion.
Das wirkliche Abenteuer bestand (wie immer) für die meisten Teams jedoch in der Enträtselung der vielfältigen Aufgabenstellung, die sich zwar weitestgehend nur mittels Pfeil- und Punktskizzen präsentierte, aber bei Nacht durchaus Schwierigkeiten bereitete. So mußte aus den zahlreichen Kartenschnipseln zunächst eine logische Strecke zusammen gepuzzelt werden, und dann sollte diese in der Natur auch gefunden – und abgefahren werden. Die am Streckenrand stehenden, so genannten „stummen Kontrollen“ (oder auch „Baumaffen“ genannt; Anm. d. Verf.) sollte das richtige Befahren der Idealstrecke dokumentieren – das Auslassen oder Vor- oder Nachholen wurde mit Strafpunkten belegt und daraus eine Wertung erstellt.
Die 105 Teilnehmer (darunter Teams aus Unterfranken, München, Köln und soar aus Remscheid, Solingen bzw. Kassel), aufgeteilt in fünf verschiedene Klassen sowie eine große Klasse „L“ für (´Lehrlinge`?) Neulinge, kämpften sich also tapfer durch die Nacht und der Chronist sah ihnen dabei an verschiedenen Stellen interessiert über die Schulter.
Eine asphaltierte Bergab-Passage mit scharfer Rechtskurve bei Schnappenhammer im Tal der Wilden Rodach, in deren Scheitelpunkt nach links ein Feldweg abbog, der zunächst zu befahren war. Nach einer kleinen Runde kehrten die Teams an diese Kurve von der anderen Seite aus zurück, bogen noch einmal in den Feldweg ein – und verschwanden wieder (die meisten zumindest). Auf dem Feldweg befand sich, zumindest bei der Befahrung durch den Chronisten vor den Teilnehmern, eine der oben genannten „stummen Kontrollen“ (so die Erinnerung nicht trügt die „82“). Die Stelle war in der neunseitigen Fahrtanweisung auf Blatt sieben, die Teilnehmer befanden sich also bereits auf dem Rückweg zum Ziel nach Helmbrechts und in der Dunkelheit hatte sich die Spreu vom Weizen doch deutlich getrennt. Die ersten zwanzig bis dreißig Teilnehmer fraßen sich mit ihren sechs, acht und mehr Scheinwerfern durch die Nacht, stürmten bergab und bogen direkt vor dem fotografierenden Chronisten zielstrebig und unbeirrt nach links ab. Doch je später die Samstagnacht wurde, umso unsicherer wurden auch viele der Teilnehmer und standen mit gramgebeugten Beifahrern über der Fahrtanweisung im direkten Umfeld des Chronisten. Und manchmal gab´s durchaus skurrile Abbiege- und Wendemanöver, über die im Nachhinein aber der gnädige Mantel des Schweigens und des Vergessens bereitet werden soll!
Nach gut 130 Kilometern durch den Frankenwald und das Tal der Wilden Rodach erreichten drei Teams – zwei Routiniers und ein Nachwuchsteam – punktgleich ohne jegliche Strafpunkte das Ziel in Helmbrechts und die Verantwortlichen um Gesamtleiter Georg Riedel (Helmbrechts) mußten in der Ausschreibung tief nach unten blicken um nach der geringeren Fahrzeugleistung eine Wertung erstellen zu können. Der Gesamtsieg ging letztlich an Horst Strößenreuther (Falls) und Beifahrer-Legende Erich Denzler (Ort b. Helmbrechts) vom MSC Presseck, die sich das Gesamtsiegertreppchen mit Frank Goldmann und Dominik Buß vom AMSC Bindlach und Steffen Nestor und Frank Morgenstern vom AMC Naila. Aber auch hinter ihnen kamen erneut drei Teams mit einem einzigen Strafpunkt ins Ziel: Rang vier belegten Björn und Dominika Baier vor Claudia Saalfrank und Gerhard Schlegel sowie Sebastian Ring und Tobias Hornfeck (alle drei Teams vom AMC Naila, der sich mit dieser geballten Macht auch den Mannschaftssieg sicherte).
Bei den „L“ – ´Lehrlingen` holten sich Matthias Kraus und Reinhold Arlt mit 30 Strafpunkten den Klassensieg, dicht gefolgt von den für den MSC Wunsiedel startenden Michael Böhm und Julia Kuhbandner und Jens Thüroff und Lisa Peetz vom MSC Nordhalben. Den Klassensieg bei den heckgetriebenen Fahrzeugen sicherten sich Lars und Klaus Schindler vom TV Helmbrechts bzw. MSC Naila vor Thomas Sassl und Peter Schwan vom MSC Naila und Jürgen Müller und Alexander Pistner vom Rallye-Team Sommerkahl. Die kleine Klasse der frontgetriebenen Farzeuge (bis 1400 ccm) gewannen Helmut Hodel und Wolfgang Schmidt vom AC Hof mit ihrem neuen Orie-Fahrzeug, einem Toyota Starlet, vor Stefan Ring und Johannes Leucht und den für den AMC Coburg startenden Andi Fleischmann und Michael Metzner. Bei den großen Fronttrieblern siegten die für den MSC Marktredwitz startenden Manfred Köstler und Stefan Käppel mit einem einzigen Punkt besser als die für den MSC Wiesau startenden Manfred Keller und Martina Mark sowie Rainer Wirth und Bernd Wolfrum vom MSC Münchberg. Bei den PKW-Allradlern siegten Frank Goldmann und Dominik Buß vom AMSC Bindlach vor Steffen Nestor und Frank Morgenstern sowie Claudia Saalfrank und Gerhard Schlegel (beide AMC Naila). Die Klasse der SUV´s gewannen die Gesamtsieger Strößenreuther/Denzler vor dem AMC Nailaer Ehepaar Baier und Stefan Helmreich und Thomas Neubauer vom MC Lauf. Frank Strößenreuther und Alexander Kern vom MSC Presseck verpaßten das Siegertreppchen in dieser Klasse mit Rang vier nur knapp.
Vom Automobilclub (AC) Hof waren neben den Klassensiegern Hodel/Schmidt, die mit ihren neuen Toyota Starlet im Gesamtklassement mit Rang acht auch noch unter die Top Ten fuhren noch drei weitere Teams am Start: Stefan Lindemann und Thomas Sandner verpaßten mit ihrem Subaru Justy einen Top Ten-Platz mit Rang elf nur knapp („lediglich vier Minuten Zeitstrafe!“, so Beifahrer Thomas Sandner im Ziel). Robin Beck und Janis Donkov kamen auf Platz 23 ins Ziel und in der Anfängerklasse erreichten Marco Bareuther und Mario Thümling sogar Platz sechs.
Der MSC Wunsiedel hatte zwei Teams in den Wettbewerb geschickt, von denen das Mixed-Team Michael Böhm und Julia Kuhbandner in der Klasse „L“ mit bewunderungswürdigen „NULL“-Strafpunkten den zweiten Platz belegten (s. o.), während Andreas Molle und Alexander Schelter bei den heckgetriebenen Fahrzeugen gute Fünfte wurden.
Weniger Glück hatten dagegen die für den MSC Marktleuthen startenden Jörg Bauer und Andreas Pecher, denn sie rutschten trotz angepaßt geringfügigem Tempo am Ende einer Bergab-Passage bei Vogtendorf mit ihrem Citroen Saxo in einen Graben, touchierten einen Baum und mußten „leider“ vorzeitig aufgeben. „Dabei hatten wir bis dahin alle Kontrollen und keinerlei Zeitprobleme!“, so die beiden nach der Bergung.
Mit einem Großaufgebot (fünf Teams und ein Beifahrer) – wie in allen Jahren vorher auch – war der AMC Coburg im ADAC an den Start gegangen, unter denen sich die beiden Coburger Orie-Fahrtleiter Andi Fleischmann und Michael Metzner am besten aus der Affäre zogen, und in der Klasse kleinen Fronttriebler mit neun Strafpunkten auf den dritten Platz des Siegertreppchens fuhren. Volker Honold und Andreas Vießmann wurden in der gleichen Klasse Sechste, Erik Schneider und Beifahrer-Novize Tobias Melzer (der zum ersten Mal auf einem Beifahrersitz Platz genommen hatte und mit einer komplexen Fahrtanweisung zu tun hatte, „was mir gut gefallen hat und weswegen ich auch aufgrund der guten Platzierung evtl. weitere ´Einsätze` folgen lassen werde!“) kamen auf Rang acht und Martin Pietschmann und Wolfgang Hübner wurden noch gute Zehnte. André Wittmann und Markus Furkert fuhren mit lediglich 22 Strafpunkten auf Platz vier bei den frontgetriebenen Fahrzeugen über 1400 ccm Hubraum und Rallyefahrer Patrick Dinkel, der sich wegen der „Sewastopol“ auf den heißen Sitz seines ansonsten bei Rallyes ärgsten Mitbewerbers John Macht gesetzt hatte, zog sich „völlig unerwartet“ überaus achtbar aus der Affäre und wurde mit dem Gefreeser Macht bei den Allradlern Neunter! Lediglich als ´Einmal-Co` Dinkel aus der Karte vorlas: „Geht alles voll!“ wurden beide doch von stärkeren Kurven überrascht, die sie aber ´gottseidank` mit ein wenig Mühe und ohne nachhaltige Schäden meistern konnten. „Es war toll, aber mein natürlicher Arbeitsplatz ist auf der anderen Seite des Rallye-Autos!“ Mit diesen Leistungen sicherte sich die Coburger AMC´ler den zweiten Platz in der Mannschaftswertung und alle waren von der Veranstaltung durchaus begeistert, fanden auch die gelegentlich doch noch etwas winterlichen Strecken toll, kritisierten aber den stellenweise auftretenden Nebel und die hin und wieder „mangelnde Qualität“ der Fahrtanweisung.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.sewastopol.de.

Gerd Plietsch


Stiftland-Orientierungsfahrt des MSC Wiesau:

Claudia Saalfrank und Gerhard Schlegel absolvieren die winterliche Fahrt ohne Fehler

(gpp) – „Hinten ´raus habe ich immer ein wenig Probleme mit der Zeit“, erzählte Gerhard Schlegel vor dem Start zur 4. Stiftland-Orientierungsfahrt des Motorsportclubs (MSC) Wiesau dem Chronisten – aber am Ende der gut vierstündigen Fahrt durch das östlich und nördliche Umland von Mitterteich, waren er und seine Fahrerin Claudia Saalfrank (beide AMC Naila) das einzige der insgesamt 25 Teams, welches alle so genannten „stummen Kontrollen“ auf den Bordkarten verzeichnet hatte, aber vor allem auch ohne eine einzige Strafminute zurück ins Ziel zum Ausgangsort, dem Gasthof „Finkenstich“ bei Mitterteich, gekommen war.
Wurde vor vierzehn Tagen von den nord-ost-oberfränkischen Motorsportlern noch der Frankenwald und das Tal der wilden Rodach befahren, erkundeten die Teilnehmer der Wiesauer Orientierungsfahrt unter anderem legendäre Rallye-Gegenden wie zum Beispiel den Ort Wondreb, wo in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts des öfteren die Bayer. ADAC-Winterralle des MSC Marktredwitz ausgefahren wurden. Winter gab es nach den Regenfällen der letzten Tage jedoch wenig genug, zwar Minus-Temperaturen, aber ansonsten waren die zu befahrenden Strecken meist schnee und eisfrei.
Nicht so aber auf einem Teilstück der vierten (von insgesamt zwölf verschiedenen und wild durcheinander gewürfelten) Kartenskizzen („das ist fast so wie puzzeln“, so ein ungenannt bleiben wollender Beifahrer), denn die dortige Waldpassage war von gefrorenem und festgefahrenen Schnee bedeckt. Zudem hatten hier nicht nur die Fahrer besondere Schwierigkeiten zu meistern, sondern auch und vor allem die Beifahrer. Ein zweimal zu befahrendes Wege-Dreieck provozierte manche Copiloten zu hin und wieder haarsträubenden Aktionen, die meist nicht von wirklichem Durchblick zeugten und auch von wenig Erfolg gekrönt waren. Die meisten Teams meisterten diese Passage jedoch mehr oder weniger problemlos.
Nach gut der Hälfte der Strecke sammelte Mit-Fahrtleiterin Martina Mark die erste der zwei von Fahrtleiter Manfred Keller ausgegebenen Bordkarten ein, und begann noch vor Ort mit der Auswertung. Die nachfolgende Passage um den Ort Konnersreuth (Heimat der „Resl“ von Konnersreuth; Anm. d. Verf.) forderte die Beifahrer noch einmal gewaltig, und selbst gestandene Copiloten wie der „Sewastopol“-Sieger Erich Denzler, standen minutenlang am Streckenrand, um die richtige Strecke zu eruieren. „Das Verbot des amerikanischen Abbiegens brachte uns ein wenig aus dem Konzept“, so eine ebenfalls ungenannt bleiben wollende Beifahrerin stöhnend im Ziel.
Bei der Siegerehrung im „Finkenstich“ bedankte sich Fahrtleiter Manfred Keller (Waldsassen) zunächst bei seinen Helfern vom MSC Wiesau für den Einsatz im frostkalten Abend, bei den Teilnehmern für das sportlich-faire Verhalten während der Veranstaltung und am Ende „ganz besonders!“ bei allen Genehmigungs-Behörden und Anliegern für den gewährten Vertrauensvorschuss „den wir hoffentlich nicht überzogen haben und ihn deshalb vielleicht auch im kommenden Jahr wieder bekommen!“
Die Klasse der ´Experten` gewannen wie eingangs schon erwähnt, die gänzlich fehlerlosen Claudia Saalfrank und Gerhard Schlegel vom AMC Naila, gefolgt vom „Sewastopol“-Fahrtleiter Georg Riedel samt Sohn Jochen (MSC Helmbrechts) und den vielfachen NOO-Orientierungsmeistern Steffen Nestor und Frank Morgenstern, ebenfalls AMC Naila.
Die Klasse der ´Anfänger` gewann der Altmeister „Öderer“ Josef Wolfrum mit Beifahrer Gerald Banczyk, Peter Ernstberger und Alois Höfer (alle MSC Tirschenreuth) und Manfred Bayer/Paul Kißwetter (AC Waldershof).
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch


Coburger Orientierungssportler bei der Stiftland-Orientierungsfahrt in Wiesau mit kleinen Fehlern unterwegs:

Leichtsinnsfehler kostet Strunz/Wittmann Podestplatz

(gpp) – „Ärgerlich, sehr ärgerlich!“ Beifahrer André Wittmann konnte sich im Ziel der 4. Stiftland-Rallye des Motorsportclubs (MSC) Wiesau gar nicht beruhigen, dass ihm auf einer der insgesamt zwölf wild durcheinander gewürfelten Kartenschnipseln ein Leichtsinnsfehler unterlaufen war, der dem überaus erfahrenen Orientierungssport-Team Strunz/Wittmann zwei so genannte „stumme Kontrollen“ kostete. Mit den dafür ausgelobten 20 Strafpunkten verpaßte das Team des AMC Coburg im ADAC das Siegertreppchen in der Klasse der Experten denkbar knapp, und wurde letztlich undankbarer Vierter.
Gute 125 Kilometer hatte Fahrtleiter Manfred Keller (Waldsassen) seinen Teilnehmern in der sieben seitigen Fahrtanweisung aufgegeben, in der einige Beifahrer mit dem Verbot des so genannten „amerikanischen Abbiegens“ so ihre Schwierigkeiten hatten und am Ende mit einem tiefen Griff in den Strafpunktetopf bestraft wurden.
Das zweite Team des AMC Coburg im ADAC hatte nach der Fahrt durch den nächtlichen Osten und Norden der Region um Mitterteich sogar 70 Strafpunkte auf dem Zettel, konnte sich aber mit Rang neun doch noch unter den Top-Ten platzieren.
„Wir können nur hoffen, dass wir in vier Wochen in Naila besser aufgestellt sind, und wieder unsere gewohnten Plätze im Vorderfeld des Klassements erreichen!“, so die Coburger Orientierungssportler bei der Siegerehrung.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.amc-coburg.de und alle Ergebnisse im Detail gibt es unter www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch


Stiftland-Orientierungsfahrt des MSC Wiesau:

Hodel/Schmidt landen auf Platz fünf

(gpp) – „Dumm gelaufen“, so Helmut Hodel und Wolfgang Schmidt vom Automobilclub (AC) Hof nach der vierten Stiftland-Orientierungsfahrt des Motorsportlubs (MSC) Wiesau, bei der die beiden nach ihrem Klassensieg beim Saisonauftakt vor vierzehn Tagen rund um Helmbrechts, diesmal ´nur` auf dem fünften Platz in ihrer Klasse landeten.
Aber der Steinwald war schon immer für Überraschungen gut und Fahrtleiter Manfred Keller (Waldsassen) hatte in die gut 125 Kilometer lange Strecke so manche Knackpunkte eingebaut, die auch Profis vor einige Probleme in der Interpretation der Fahrtanweisung stellten. Mit den zwölf wild durcheinander gewürfelten Kartenschnipseln führte die siebenseitige Fahrtanweisung zunächst in die Region östlich Mitterteich und berührte dabei so legendäre Rallye-Strecken wie etwa Wondreb (Austragungsort zahlreicher Bayer. ADAC-Winterrallyes in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts; Anm. d. Verf.). Danach ging es nach Norden und rum um den „Resl“-Ort Konnersreuth lagen die Fallgruben für Strafpunkte besonders niedrig.
Hodel/Schmidt griffen gleich zweimal zu und kamen mit zwanzig Strafpunkten, punktgleich mit zwei anderen Teams, zurück ins Ziel, dem Gasthof „Finkenstich“ bei Mitterteich. Dort war gleich am Start eine Lichtschranke aufgestellt worden, die die Teams genau auf ihre zugewiesene Startminute zu durchfahren hatten, was bei Punktgleichheit zur Unterscheidung und Erstellung der Wertung herangezogen wurde. Und hier hatten die beiden Hofer mit einer Abweichung von 0,66 sec. das Nachsehen über einen ihrer Mitbewerber, der die Start-Lichtschranke mit einer Abweichung von nur 0,42 sec. durchquert hatte.
„Eigentlich kein Kriterium für die Wertung einer Orientierungsfahrt, aber wonach soll bei Punktgleichheit unterschieden werden?“, so die Verantwortlichen des MSC Wiesau bei der Siegerehrung.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de und alle Ergebnisse im Detail gibt es unter www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch