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Bewährtes Konzept und Reglement bleiben erhalten:

HJS – DMSC-Rallye-Cup geht mit neuen Perspektiven in das neue Jahr 2021

(gpp) – In enger Zusammenarbeit mit dem DMSB, dem Promoter BB&S und den Partnern der Serie wurde der Terminkalender des HJS DMSB Rallye Cups (HJS-DRC) für 2021 erstellt. Dieser umfasst acht Veranstaltungen in beiden Rallye-Regionen Nord und Süd. Damit das wenig planbare Infektionsgeschehen im Veranstaltungskalender passend berücksichtigt werden kann, setzt der Serienorganisator auf bis zu drei Streichresultate. Demnach werden in beiden Regionen mindestens fünf der acht geplanten Rallyes gewertet. CORONA-bedingt wird das Programm für die Förderpiloten erst im Frühjahr 2021 bekanntgegeben. Alle Junioren, die 2020 in den HJS-DRC eingeschrieben waren, können 2021 Nenngeldfrei starten.
Mit insgesamt 16 Veranstaltungen, verteilt auf das komplette Bundesgebiet, plant Serienorganisator Klaus Osterhaus: „Wir möchten den Teilnehmern in fast allen Bundesländern attraktiven Rallyesport bieten und freuen uns, dass wir trotz der schwierigen Bedingungen mit 16 Veranstaltern vertrauensvoll und ergebnisorientiert zusammenarbeiten. Mit den passenden Hygienekonzepten ist es unser Ziel, alle Veranstaltungen durchzuführen. Aufgrund der Unwägbarkeiten im Infektionsgeschehen haben wir zwei bis drei Streichresultate, damit wir in beiden Rallye-Regionen zu einem vergleichbaren Endergebnis für beide Rallyeregionen kommen“, so Osterhaus.
Dabei greift Serienorganisator Osterhaus auf das bewährte Reglement für Deutschlands größte Breitensportserie im Rallyesport zurück. Klasseneinteilungen und Punktvergabe haben sich bewährt und werden in 2021 fortgeführt. Einzige Ausnahme sind Fahrzeuge der Gruppe F mit sequentiellem Getriebe, die in dem HJS-DRC nicht gewertet werden. „Wir sind derzeit schon in Gesprächen mit dem DMSB was die Meisterschaften über das Jahr 2021 hinaus betrifft und freuen uns, diese erfolgreichen Breitensportserie mit allen Partnern und Sponsoren konsequent weiterzuentwickeln. Ein besonderes Lob richtet sich an alle Veranstalter, die viele Ideen und Gedanken für die passenden Hygienemaßnahmen vorbereitet haben“, so Osterhaus.
Das Förderprogramm möchten Klaus Osterhaus und Frank Christian im Frühjahr 2021 vorstellen. „Aufgrund der aktuellen Situation ist es eine Herausforderung, mit Sponsoren und der Automobilindustrie, zu finalen Vereinbarungen zu kommen. Daher werden sich die Entscheidungen ins Frühjahr vertagen. Wir halten an unserem bestehenden Konzept fest und freuen uns, erfolgreiche junge Rallyepiloten weiter zu entwickeln“, erklärt Projektleiter Frank Christian von Pole Promotion.
Weitere Informationen sowie die neuen Termine für 2021 gibt es im Internet unter www.hjs-drc.de.

Gerd Plietsch


„Lagerfunde“:

Aufkleber-Berge wieder entdeckt

(gpp) – Zugegeben, es waren keine Scheunenfunde, aber als Lagerfunde gehen sie problemlos durch, die Berge von kleinen Rallye-Aufklebern, wie sie früher nur ausgesuchten, heute fast jedem Besucher mit dem Aufdruck „Ich war dabei“ ausgegeben werden.
Aber die Aufkleber, die wir in den tatenlosen Wochen in den unterschiedlichsten Ecken unseres Rallye-Büros wieder gefunden haben, sind teilweise aus den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und damit wohl schon ein klein wenig ´antiquiert`, oder?
Für Sammler haben wir uns noch zwei weitere Tage gegönnt, und sie in drei Teile 1990 bis 1999, 2001 bis 2009 und 2011 bis 2019 aufgeteilt und bieten sie nun in der Rubrik „devotionalienbörse“ in unserem Internet-Auftritt www.gerdplietschpresse.de Interessierten an.
Schauen Sie ´mal ´rein, vielleicht finden Sie ja auch noch die eine oder andere Broschüre, mit der Sie lange, motorsportlose Wochenenden überbrücken – und uns eine kleine Einnahme – generieren lassen können.

Gerd Plietsch


”Was wird wohl werden?“:

Termine für 2021

(gpp) – Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind vorüber, eingeschränkt wie noch nie in der Neuzeit, doch der inzwischen verlängerte Lockdown dauert an – und trotzdem hagelt es von vielen Seiten schon wieder Termine für das beginnende Jahr 2021. Die Veranstalter, welche die mehr oder weniger unmittelbaren Zeiten nach Neujahr üblicherweise für ihre Traditions-Veranstaltungen in Anspruch nehmen, haben sich schon zurück gehalten und ihre Termine abgesagt. Das sind im nordbayerischen Raum in der Hauptsache die Veranstalter von Orientierungsfahrten wozu vor allem die geplante 50.te Jubiläums Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol“ des MSC Helmbrechts zählte (die gleich um ein ganzes Jahr auf den 8. Januar 2022 verschoben wurde) und auch die der Stiftland-Orientierungsfahrt des MSC Wiesau wurde ein Opfer der fest im Sattel der globalen Menschheit sitzenden CORONA-Pandemie.
Auch der oberfränkische EisPokal wird wohl nicht zur Ausführung kommen (man erinnere sich nur an das Gedränge in den warmen und trockenen Wirtsstuben bei der Siegerehrung?!?; Anm. d. Verf.), mit Sicherheit aber nicht nur wegen CORONA, sondern wohl auch und mehr wegen dem immer mehr ausbleibenden Winter (auch wenn der eine oder andere an Weihnachten oder Neujahr höhenmeterbedingt zum morgendlichen Frühsport zur Schneeschaufel greifen mußte – die Bedingungen, um einen EisPokal veranstalten zu können, waren und sind wohl nicht mehr zu erwarten; wobei wir uns gerne vom Gegenteil überzeugen lassen!), schließlich sind die einzelnen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren immer weiter zurück gegangen, bis im Vorjahr keine einzige mehr durchgeführt werden konnte.
Im Österreich wurde auch die traditionsreiche „Jänner-Rallye“ abgesagt, zur Durchführung kam jedoch die historisch-nostalgische Winterralle Steiermark.
Doch für das zweite Quartal häufen sich die Terminanmeldungen, meist schon vor Jahresfrist, als die damals geplanten Veranstaltungen abgesagt werden mußten, und auf neue Termine in diesem Frühjahr verschoben wurden. Umsichtige Veranstalter haben sogar noch einen Ausweichtermin für den Herbst vorgesehen, aber irgendwie scheint die Meinung vorzuherrschen, die CORONA-Pandemie wäre schon in den Griff zu kriegen. Auch und vielleicht schon deshalb, weil seit kurz nach Weihnachten landauf  und landab – wenn auch noch mit kleineren bzw. größeren Hindernissen – mittlerweile geimpft werden kann.
Da aber viele Veranstalter lieber sicher planen, wurden etliche Termine, die normalerweise im Frühjahr wahrgenommen werden, in das dritte Quartal verlegt und kollidieren nun mit den herbstlichen Traditions-Terminen.
Es wird doch wohl hoffentlich nicht das genaue Gegenteil vom Vorjahr – wo wir fast keine Veranstaltungen mehr hatten – zu heuer dergestalt eintreten, dass sich mehrere Veranstaltungen auf einen Termin zusammendrängen? Das wäre nun nicht nur nicht im Sinne des Erfinders, sondern auch und vor allem nicht im Sinne von Veranstaltern und Fahrern.
Die große Bitte an alle Veranstalter also, Termine bitte entzerren. Und zwar jetzt! So lange es noch einigermaßen für alle verträglich möglich ist. Doppel- und möglicherweise sogar Dreifach-Termine schaden uns allen!
Bitte also auch ´mal über den eigenen Schatten springen!!
Danke!!!

Gerd Plietsch


Weitblick voraus:

Olympia-Rallye Revival 2022

(gpp) – Nachdem die Vorausschauen für die nächsten Wochen und Monate eigentlich immer schlechter und zudem mit immer weniger Motorsport-Veranstaltungen gefüllt sein werden, wollen wir es doch ´mal wagen, einen Blick auf das nächste Jahr, auf 2022, werfen.
Dann nämlich soll eine Veranstaltung zu ihrem 50-jährigen Jubiläum noch einmal „und letztendlich“ wiederbelebt werden, die nicht nur in Deutschland, sondern auch und vor allem in Deutschland einmalig war – und bleiben wird: Die sagenumwobene und legendäre Olympia-Rallye!
In dem Jahr, in dem das weltweite Festspiel der Sport-Jugend in Deutschland Station machte, hatten sich auch ein paar (man kann durchaus sagen ´verrückte`) Motorsportler zusammen gefunden und unter Anleitung des Marktredwitzer Hoteliers und Rennfahrers Hans Schwägerl eine Rallye aus dem Boden gestampft, deren Ausmaße mindestens so gigantisch waren, dass sie dem weltweiten olympischen Spektakel durchaus Paroli bieten konnten.
Eine Rallye über fünf Tage (13. bis 19. August) mit 3.371,2 km Gesamtlänge und 62 durchgeführte, von den 67 geplanten, Wertungsprüfungen. 3.000 verschickte Ausschreibungen (acht Zentner Post!), 417 abgegebene Nennungen und am Ende 307 Starter in Kiel von denen 147 am Ziel in München ankamen. Und das alles mit nur einer einzigen (!) Übernachtungspause… (Weitere Zahlen gefällig? Etwa 3.000 Helfer aus 36 ADAC-Ortsclubs, gut 300 Journalisten – die mit Bussen zu einzelnen Punkten der Rallye chauffiert wurden, dazu stand eine ganze Reihe von Hubschraubern bereit, zwei Privatflugzeuge, ein nachtflugtauglicher Zeppelin und da eine WP an einem größeren Gewässer (WP 63 „Dachau-Moos) vorbeiführte – sogar rein vorsorglich ein bereit stehender Taucher).
Doch genug von der Rückschau. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren etliche Teilnehmer immer wieder dieser Rückschau annahmen und Treffen veranstalteten. Zweimal im hohen Norden im Umfeld der ersten WP „Mölln“, wohin sich jeweils eine Handvoll ehemaliger Teilnehmer und handfester Traditionalisten einfanden, und mit dem Nachbau des damaligen Warmbold-Werks-BMW sogar einige Show-Starts durchführten. Im Jahr 2018 traf man sich dann sogar zusammen mit dem Doppel-Weltmeister Walter Röhrl im Fichtelgebirge und bevor, begleitet und beklatscht von zahlreichen Zuschauern die damalige Spezialetappe „Fichtelgebirge“. Auch wurde bereits zum 40-Jubiläu eine Broschüre über die Olympia-Rallye 1972 herausgegeben, die unter den einschlägigen Protagonisten großen Anklang fand (www.gerdplietschpresse.de).
Für das im kommenden Jahr anstehende, 50-jährige Jubiläum ist – und das ist der langen Einführung kurzer Sinn – nicht nur eine ´Evolution` dieser Broschüre in Vorbereitung, sondern auch und vor allem eine Revival-Veranstaltung. Diese ist für die Woche vom 8. bis 13. August 2022 geplant, und wenn die Veranstalter ihr Budget zusammen bekommen, wird es ein einmaliges, mehrtägiges Revival geben, bei dem geplant ist, dass Walter Röhrl mit einer Replika seines damaligen Ford Capri RS an den Start gehen soll.
Weitere Informationen und die Möglichkeit der Abonnierung eines Info-Letters gibt es im Internet unter www.olympiarallye72.com.

Gerd Plietsch


Termin-Vorschau – oder besser -Absage:

Österreichische Lavanttal-Rallye wird verschoben

(gpp) – Aufgrund des am 17. Jänner 2021 von der Österreichischen Bundesregierung verkündeten aktuellen Corona-Maßnahmenpakets und in Absprache mit allen zuständigen Stellen auf lokaler und überregionaler Ebene sehen sich die Veranstalter der am 9. und 10. April 2021geplanten 44. Int. WeinbergerHolz Lavanttal-Rallye zum momentanen Zeitpunkt außer Stande, an deren Durchführung der festzuhalten. „Wir benötigen vom aktuellen Organisationsstand der Veranstaltung ca. sechs bis acht Wochen Vorlaufzeit mit entsprechender Planungssicherheit, um als gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichen Mitgliedern diese Aufgabe mit gebotener organisatorischer und wirtschaftlicher Sorgfalt durchführen zu können. Die 44. Int. WeinbergerHolz Lavanttal-Rallye, die als zweiter Lauf zur inoffiziellen Rallye-Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer „Mitropa-Rally-Cup“ zählt, könnte daher erst im späteren Verlauf des 2. Quartals 2021 neu angesetzt werden – abhängig von der jeweiligen Entwicklung!“ Seitens des Motor Sport Club Lavanttal soll eine Terminentscheidung bis ca. Ende März getroffen werden.
Weitere Informationen gibt es unter www.mitropa-rally-cup.de.

Gerd Plietsch


Winterrallye Steiermark verschoben:

Neuer Termin im Dezember 2021

(gpp) – Eigentlich hätte sie am vorletzten Jänner- (Januar auf österreichisch; Anm. d. Verf.) Wochenende ´rennen` sollen, die Teilnehmer an der diesjährigen Winterrallye Steiermark, die im Gegensatz zu manch anderen Veranstaltungen im Januar bereits abgesagt worden waren.
Und da uns Rallyeleiter Dipl. Ing.Kurt Schimitzek (Kreuth) als Veranstalter bekannt ist und auch die Tatsache, dass mit Transpondern versehene Rallye-Autos unterwegs nur sehr wenig Personal ´brauchen`, konnten wir uns durchaus vorstellen, dass die „Steiermark“ mit ihren tollen Strecken zur Durchführung kommen würde.
Aber CORONA schlägt uns Motorsportler immer wieder und hartnäckig diverse Knüppel zwischen die Beine und rasiert uns viele angedachte Möglichkeiten, unseren geliebten Sport – wenn auch nur in Nischen – durchführen zu können.
Die Verantwortlichen um Rallyeleiter Schimitzek haben sich daher in einer Abstimmung mit den Teilnehmern entschlossen, auf eine Durchführung zum jetzigen Zeitpunkt zu verzichten und wollen die Veranstaltung im Dezember diesen Jahres ( 9. – 11. Dezember 2021) durchführen.
Der Termin für die dann bereits 15. Winterrallye Steiermark im Jahr 2022 soll dann wie geplant vom 20. – 22. Jänner 2022 stattfinden.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.winterrallye.at.

Gerd Plietsch


Mitropa-Rally-Cup – Auftakt verzögert sich:

ÖM-Auftakt Rebenland-Rallye abgesagt

(gpp) – Mit der Absage der österreichischen Rebenland-Rallye, geplant für den 19. und 20. März, verzögert sich nicht nur der Auftakt zur österreichischen Rallyemeisterschaft sondern auch und vor allem der Auftakt zur inoffiziellen Rallye-Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer: des Mitropa-Rally-Cups. Denn auch der zweite Lauf in Österreich, die Lavanttal-Rallye wurde bereits auf das zweite Quartal 2021 verschoben.
Somit findet der Auftakt erst Ende April – Anfang Mai (30. April bis 2. Mai) bei der kroatischen Rally Opatija statt – soweit nicht weitere CORONA-Einschränkungen auf das Motorsportjahr 2021 weiterhin beeinflussen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mitropa-rally-cup.de.

Gerd Plietsch


Ludwig Kleemeier gestorben:

Der Mann mit der Pfeife ist tot

(gpp) – In den siebziger und achtziger Jahren (des vorigen, ´goldenen`, Jahrhunderts ()) war er fast jeden späten Freitagnachmittag in der Tankstelle Engel in der Wunsiedler Hofer Straße anzutreffen. Und während sein Mercedes, auf dessen Beifahrersitz immer ein riesiges Konvolut von Pfeifen, Tabak und weiterem Rauchzubehör drapiert war, betankt und gewaschen wurde, klönte der Handlungsreisende des Wunsiedler Farbwerkes Dannhorn mit Engel-Vater Peter und den Söhnen Ralf und Friedhelm. Alle vier verband die Liebe zum Automobil und zum Motorsport.
Dabei war Ludwig Kleemeier keiner, der an die Front, an die erste Stelle drängte. Er tauchte hin und wieder in den einschlägigen Ergebnislisten als Beifahrer auf, in der Hauptsache war er allerdings im legendären Motorsportclub (MSC) Marktredwitz der zweite Mann hinter Hans Schwägerl. Rallyesekretär bei der sagenumwobenen „Olympia-Rallye“, Stellvertretender Rallyeleiter bei den gefürchteten „Bayer. ADAC-Winterrallyes“ und der Mann, für dessen damalige Tätigkeiten später in den Jahren um das Millenium der Begriff des „Fahrerverbindungsmanns“ geschaffen wurde.
Hattest Du bei irgendeiner Rallye, bei der er in tragender Funktion tätig war (und wo war er dies bei den damaligen Rallyes des MSC Marktredwitz nicht?), als Fahrer oder Beifahrer irgendein Problem, konntest Du zu ihm, dem „Mann mit der Pfeife“ gehen, ihm Dein Anliegen oder Problem vortragen und sicher sein, dass dies in aller Ruhe und Bedächtigkeit und für alle Beteiligten tragbar, gelöst werden würde. Lange bevor die Funktion des „Fahrerverbindungsmanns“ geschaffen wurde, war Ludwig Kleemeier die ausgleichende Komponente zwischen Veranstaltern, Sportkommissaren und den Teilnehmern!
Nach Ende der glorreichen Winterrallyes wurde es einige Zeit lang ein wenig ruhig um ihn, doch als es in den „Nuller“ Jahren des 21. Jahrhunderts die „SECHSÄMTERLAND-Classic“ gab, tauchte er wieder auf – als Beifahrer. Anfangs in einem VW Käfer und danach im Ford Model A des Wunsiedlers Hans Fraas. Auch wenn die ´Zusammenarbeit` mit dem Rallye-Urgestein (schließlich war Hans Frans in den noch goldeneren sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schon Teilnehmer der länderübergreifenden Drei-Städte-Rallye München – Wien – Budapest gewesen), offenbar nicht immer leicht war. „Er hört einfach nicht auf mich!“, beklagte sich Kleemeier nach der Veranstaltung launig des öfteren im persönlichen Gespräch.
Und doch fanden die beiden offensichtlich ganz gut und gerne zusammen, denn das Ford Model A war in den Jahren danach auch noch bei vielen weiteren Oldtimer-Ausfahrten oder auch –Rallyes am Start, und egal wie zeitlich früh das erste ´Aufschlagen` der beiden bei einer Veranstaltung war: die Pfeife brannte bereits…
Nun ist Ludwig Kleemeier mit 85 Jahren verstorben, und unser Mitgefühl gilt seiner Witwe, seinen Kindern und den Schwiegersöhnen (auch wenn wir denen eigentlich böse sein müßten, da sie nach Ludwig Kleemeiers Aussage (vor gut drei Jahren) alle Unterlagen über die früheren Bayer. ADAC-Winterrallyes entsorgt, und uns damit wertvolle Unterlagen für unsere Broschüre über diese deutsch-tschechisch-deutsch Ausnahme-Rallye vorenthalten hatten).
Und im leider immer größer werdenden Kreis der himmlischen Motorsportler wünschen wir ihm von Herzen den Platz, der ihm gebührt!!!

Gerd Plietsch


Und noch einer ist tot:

Hofer Oldtimer-Fan Peter Schumacher gestorben

(gpp) – Er war die Freundlichkeit in Person und mit seinem entwaffnenden Lächeln konnte er jeden für sich einnehmen, der Hofer Peter Schumacher. Der Rentner war Oldtimer-Fan, hatte zahlreiche entsprechende, fahrbare Untersätze und war zusammen mit seiner Frau Anita immer und überall und weit über die Grenzen der Region hinaus als Teilnehmer bei historischen Veranstaltungen bekannt, beliebt und gerne gesehener Gast.
Er legte auch immer wieder gerne selbst Hand an seine Oldie´s, und liebte sie alle, von der kleinen Isetta, über den BMW 2002 bis hin zum Ford Capri.
Seinem Verein, dem Automobilclub (AC) Hof ´diente` er als Schriftführer, und griff seiner Frau Anita, die sich als Referentin dem umfangreichen Young- und Oldtimer-Geschehen des AC Hof widmete, nach besten Kräften unter die Arme.
Peter Schumacher lebte den Motorsport mit dem historischen Automobil, hatte überschäumend viel Benzin im Blut und – verstarb Ende Januar kurz nach seinem 73. Geburtstag.
Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau Anita, die sich dem Erbe ihres Mannes annehmen will.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Es geht schon wieder los:

Absagen, Einschränkungen und Verschiebungen

(gpp) – Das Motorsportjahr 2021 hat noch nicht einmal richtig begonnen, da überschlagen sich schon wieder die Absagen, die Einschränkungen und die Verschiebungen.
Angefangen bei der großen weltumspannenden Formel 1 bis hinab zu den regional-lokalen Orientierungsfahrten im Frankenwald und im Steinwald. Und die den Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft bildende Rallye Monte Carlo mußte sich mit den diversen Einschränkungen mit der kürzesten aller Rallyes begnügen – spannend, war´s aber trotzdem. Sicher aber nicht wegen der lediglich nur gut 200 WP-Kilometer, sondern weil das Wetter – wie so oft –seine waltenden Hände im Spiel hatte. Und weil der eine oder andere Protagonist vielleicht etwas unvorbereitet, oder temporär unkonzentriert war…
Aber wir schweifen vom Thema ab!
Formel 1-Auftakt abgesagt, die beiden Auftakt-Veranstaltungen zur österreichischen Rallyemeisterschaft und zur inoffiziellen Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer abgesagt, der Auftakt zur Deutschen Rallyemeisterschaft abgesagt, die historische Winterrallye Steiermark in den Winter 2021 verschoben, die für März geplante „Coppa d´Europa“ wurde auf 2022 verschoben, etc. etc., …
Die WTCR (WorldTouringCarRacing) verschiebt den Auftakt von Slovakia-Ring nicht nur an die Adria sondern auch vom 22. und 23. Mai auf den 31. Juli und 1. August, so dass der Auftakt im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf der Nordschleife des Nürburgringes stattfindet. Auf dem Hugaroring wird am 21. und 22. August gefahren und das Rennen im südkoreanischen Inje wird um eine Woche nach hinten auf den 16. und 17. Oktober verschoben.
In der Rallye-Europameisterschaft sind die beiden Portugal-Veranstaltungen „Fafe“ und auf den Azoren in der Schwebe und auch die Rallye in Kroatien (22. bis. 25. April) ist noch nicht endgültig in trockenen Tüchern.
In der DTM ist der Auftakt im russischen St. Petersburg bereits Geschichte, und hinter – oder besser vor – den Läufen auf dem Noris- und dem Nürburgring stehen momentan noch mehr Frage- als Ausrufungszeichen.
Alles in allem scheint es uns wie ein klassisches Deja vu – der gemeine Motorsport-Veranstalter plant und plant und plant – und CORONA kommt und räumt alles über den Haufen…
Und da auch das allgemeine Impfen immer wieder verschoben wird, haben wir nur noch die Hoffnung, dass vielleicht bis zu diesem Herbst dann endlich und eventuell doch alles wieder besser wird……

Gerd Plietsch


Perfekte Einsteigerplattform: Tourenwagen Revival:

Tollkühne Männer in old-schoolen ´Kisten`

(gpp) – Sie ist eine Einsteiger-Plattform par excellence: Die ´Rennserie` „Tourenwagen-Revival“. Denn sie wird im Rahmen hochkarätiger Rennserien auf anspruchsvollen Rennstrecken ausgefahren – allerdings ohne jeglichen Zeitdruck. Schließlich handelt es sich um Gleichmäßigkeitsprüfungen für Touren- und Sportwagen, bei denen jeder Fahrer seine eigene Fahrzeit nach eigenem Gusto anlegen und bestimmen kann.
Die Vorzüge liegen auf der Hand: Es gibt auf der Strecke keinen Rennstress, jeder konzentriert sich auf sich selber. Im Freien Training stehen 30 Minuten zur Verfügung, um sich mit der Strecke vertraut zu machen. In der dritten Runde der beiden 30-minütigen Sessions je Rennwochenende, wird die persönliche Rundenzeit gesetzt, die im Folgenden möglichst genau bestätigt werden muss. Gewertet werden sechs Runden mit dem geringsten Abstand zur Richtzeit. Jede Zehntelsekunde Abweichung wird mit einem Strafpunkt belegt. Sieger ist am Ende der Fahrer, der die wenigsten Strafpunkte auf seinem Konto verbucht hat.
Teilnahmeberechtigt sind Touren- und Sportwagen. Nachdem in den vergangenen zehn Jahren vor allem historische DTM-Fahrzeuge und Elfer aus dem Porsche Carrera Cup mit von der Partie waren, öffnet sich das Tourenwagen-Revival in diesem Jahr weiter. Der Bandbreite sind praktisch keine Grenzen gesetzt – solange das Fahrzeug cool ist und über die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen verfügt.
Ein weiter nicht zu unterschätzender Aspekt des „Tourenwagen-Revivals“ ist das professionelle Umfeld. Die beiden Veranstaltungen am Sachsenring (7.-9. Mai) und dem Nürburgring (15.-17. Oktober) finden im Rahmen von etablierten Motorsport-Events statt. Mit einer perfekten Infrastruktur und dem erfahrenen Organisationsteam der Tourenwagen Legenden werden vor allem Motorsport-Neulinge bei ihren ersten Einsätzen auf der Rennstrecke optimal begleitet. Natürlich sind auch ´alte Hasen` jederzeit willkommen. Das familiäre Umfeld sorgt neben der Action auf der Rennstrecke für ein entspanntes Freizeitvergnügen – inklusive den gerühmten Benzingesprächen rund um das Fahrerlager.
Alle Informationen zum „Tourenwagen Revival (Ausschreibung und der Link zum Online-Nennportal) gibt es im Internet unter www.Tourenwagen-Legenden.de/tourenwagen-revival.

Gerd Plietsch – Patrik Koziolek


Neues von den ADMV-Meisterschaften:

Absage folgt auf Absage

(gpp) – Nach der bereits kommunizierten Absage des Auftaktes zur Deutschen Rallyemeisterschaft 2021, der am 17. und 18. April geplanten 58. ADAC-Rallye Erzgebirge folgen nun – schon fast im Minutentakt – weitere Absagen:
Der für den 13. März vorgesehene Auftakt zu den ADMV-Rallyemeisterschaften, der ebenfalls 58. ADMV-Rallye Lutherstadt Wittenberg, fällt ebenso ins CORONA-Wasser, wie die für den 24. April geplante 22. ADAC-Fontane-Rallye. Rallye Lutherstadt Wittenberg
Während die Rallye Lutherstadt Wittenberg ersatzlos gestrichen wurde, könnte die Fontane-Rallye im Sommer evtl. nachgeholt werden, „sofern sich ein entsprechender Termin finden läßt“, so die Neuruppiner Verantwortlichen.
„Ob unsere ´Erze` zu einem späteren Zeitpunkt noch nachgeholt werden kann, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest!“ so Sprecher Denny Michel.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.admv-rallye.de.

Gerd Plietsch


Nürburgring-Langstrecken-Serie:

Grünes Licht für 2021

(gpp) – Nachdem die Veranstalter-Gemeinschaft der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) – früher VLN (VEEDOL-Langstreckenpokal Nürburgring) – ihr Hygienekonzept für die kommende Motorsport-Saison 2021 noch einmal kräftig angepaßt hat, steht der Saison aus momentaner Sicht nichts im Wege.
„Wir halten die Corona-Arbeitsschutzverordnung ein, und gewähren künftig nur solchen Personen Zutritt zum Fahrerlager, die einen negativen Corona-Test nachweisen können. Im kompletten Fahrerlager – unter freiem Himmel und in allen Räumen – ist das Tragen von medizinischen Masken (FFP2- oder OP-Masken) zwingend vorgeschrieben!“, so Christian Stephani, der Geschäftsführer der VLN-VV GmbH & Co. KG.
Weiterhin werden Kontakte weitestgehend minimiert und die Abläufe dementsprechend angepasst. Änderungen am Konzept sind situationsabhängig jederzeit möglich. Vorerst nicht mehr zum Einsatz kommt in diesem Jahr die Corona-Boxengasse.
„Das bedeutet Planungssicherheit für unsere Teams und einer Vielzahl an Unternehmen rund um den Nürburgring, die direkt oder indirekt vom Motorsport leben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir freuen uns auf eine möglichst reibungslose Saison.“
Der inoffizielle Startschuss für die NLS-Saison 2021 fällt am 20. März beim traditionellen Vorsaisontest. Eine Woche später, am 27. März, schaltet dann bei der 66. ADAC Westfalenfahrt zum ersten Mal die Startampel auf Grün. Gemäß der aktuell geltenden Vorgaben für Sportveranstaltungen, sind Zuschauer auch 2021 vorerst nicht zugelassen. „Hier arbeiten wir gemeinsam mit dem Nürburgring an Lösungen“, so Stephani abschließend.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vln.de

Gerd Plietsch / ks media

 


Der Finne fliegt nicht mehr…

Hannu Mikkola gestorben

(gpp) – Während man in einer Werkstatt in Bayern hinter verschlossenen Türen an einem Nachbau seiner Toyota Corolla arbeitet, mit der er 1975 die Arctic-Rallye im Norden Finnlands gewann und diese in diesem Jahr erstmals zur Rallye-WM zählte, verstarb der „fliegende Finne“ am ersten Tag (Freitag, 26.02.) dieses Ereignisses.
78-Jährig erlag er einem Krebsleiden und ist damit nach Ove Andersson und Timo Mäkinen eine weitere Rallye-Ikone, die das irdische Dasein beenden muss.
Nachdem Hannu Mikkola 1963 mit einem VOLVO PV 544 begonnen hatte, Rallyes zu fahren machte er mit dem Gewinn der Rallye London – Sydney im Jahr 1970 erstmals international auf sich aufmerksam und damit auch auf den englischen Ford Escort, in den er sich den Godfather aller Beifahrer, den Schweden Gunnar Palm, setzte, welcher wiederum seine Karriere dem englischen Teamchef Stuart Turner verdankte.
Mitte der siebziger Jahre brachte der Finne die Marke Toyota – unter anderem mit seinem Sieg in Finnland – in die rallyemäßige Erfolgsspur, bevor er mit seinem Beifahrer Arne Hertz 1978 die englische Rallyemeisterschaft gewann.
1981 wechselten beide dann zu Audi und brachten als Erste den allradgetriebenen Audi quattro an den Start in der Rallye-Weltmeisterschaft, mit dem beiden zwei Jahre später schließlich erste Rallye-Weltmeister mit einem Allrad-Fahrzeug wurden. In seiner 31 Jahre langen Karriere holte Mikkola 18 Siege in der Rallye-WM und wurde 1984 zudem noch einmal Vize-Weltmeister. Hannu Mikkola bewegte neben dem VOLVO PV 544 und etlichen Ford Escorts auch einen Peugeot 504, Toyota Corollas, einen Porsche 911, einen Opel Kadett GSI, den ebenfalls allradgetriebenen Mazda 323 sowie einen Mercedes 450 SLC 5.0 – vor allem und am längsten aber die verschiedensten Audi-Modelle. Vom Urquattro über den S 1 bis zum Audi 200. Seine letzte Rallye bestritt er mit einem Subaru Legacy im Jahr 1993 in Schweden, wo er das Ziel allerdings nicht in Wertung erreichte.
2011 wurde Mikkola in die Hall of Fame des Rallyesports aufgenommen. Am ersten Tag der diesjährigen, erstmals zur Rallye-Weltmeisterschaft zählenden Arctic-Rally Finnland (die er 1975 auf Toyota Corolla gewann, s. o.) verstarb der Rallye-Legionär nach langer und schwerer Krankheit – weshalb die Veranstaltung kurz vor der Siegerehrung in Anwesenheit des FIA-Präsidenten Jean Todt (der ebenfalls Beifahrer bei Hannu Mikkola im Jahr 1975 bei der Rallye Marokko im Peugeot 504 war) für eine Schweigeminute für den Verstorbenen stillstand.

Gerd Plietsch