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„The historic Sound´s 2019“:

Berg-Classic Würgau findet heuer wieder statt

(gpp) – Noch ist Zeit, aber im Rennbüro des Bamberger´s Hans Schrüfer ist schon seit langem nur noch ein Termin, eine Veranstaltung im Kopf – und in Vorbereitung: die diesjährige classische Bergprüfung für historische Rennfahrzeuge und Rennmotorräder: Die Berg-Classic Würgau 2019, diesmal mit dem Untertitel: „The historic Sound´s 2019“. Am vorletzten September-Sonntag (22. September) versammelt sich im kleinen Dörfchen Würgau wieder alles, was in Sachen exklusiver und hochwertiger Motorräder und Automobile Rang und Namen hat, und anderswo nur sehr, sehr selten gesichtet wird.
Nach weit über 30-Jähriger unfallfreier Veranstaltungserfahrung mit den unterschiedlichen Genehmigungsbehörden, dürfte Hans Schrüfer die Genehmigung für eine Sperrung für  den öffentlichen Verkehr die 1,8 km lange Strecke vor der Würgauer Wand für diesen Sonntag von ca. 11 Uhr bis 17 Uhr problemlos erhalten. Dann werden sich die Besitzer der einschlägigen automobilen Pretiosen der Herausforderung dieser Kurvenkombinationen bergauf stellen können.
Obwohl der Nennungsschluss erst Ende Juli ist, haben sich bereits über 65 Teilnehmer angemeldet, „und es werden mit Sicherheit noch etliche mehr kommen!“ so Hans Schrüfer, der die Berg-Classic mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr und weiterer zusätzlicher Helfer sowie seinen Vereinskameraden vom traditionsreichen ersten Bamberger Automobilclub organisiert.
Allerdings machen sich die Bamberger Motorsportler und ihre zahlreichen Unterstützer vor Ort diese Arbeit nicht nur zum Selbstzweck oder um den vielen Besitzern solcher, für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassenen Fahrzeugen eine Möglichkeit zur Bewegung derselben zu bieten – nein, die Männer um Hans Schrüfer haben auch noch eine caritative Ader, und spenden den Überschuss aus Start- und Eintrittsgeldern alljährlich caritativen Organisationen. Vor zwei Jahren wurden 4.000 € für die Kinderkrebsforschung an der Uniklinik Erlangen und weitere 1.000 € für die Freiw. Feuerwehr Würgau gespendet.
„Wir machen das nicht nur zum Selbstzweck, sondern wollen auch einen Benefiz-Aspekt generieren!“
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.erster-bamberger-ac.de.

Gerd Plietsch


Haßberg-Rallye Ebern:

Lust und Frust bei Coburger und Hofer Rallyesportlern

(gpp) – Mit einem kompletten Team sowie zwei Fahrern und einem Beifahrer waren die Rallyesportler des AMC Coburg im ADAC bei der inzwischen bereits 22. ADAC-Haßberg-Rallye des Automobilclubs (AC) Ebern am Start, und erlebten auf den drei, jeweils zweimal zu befahrenden Wertungsprüfungen (WP) ein Auf und Ab der Gefühle und Stimmungen.
Zunächst war es der Rossacher Patrik Dinkel, der zusammen mit seinem Gefreeser Beifahrer Felix Kießling im Mitsubishi Lancer Evo 6.5 auf den ersten vier WP´s jeweils Bestzeiten in die zu über 90 % asphaltierten Strecken brannte, und schon zur Halbzeit gute 14 Sekunden Vorsprung auf die weiteren Verfolger herausgefahren hatte. Und auch beim zweiten Durchgang über die WP 1 – als dann WP 4 – brannten Dinkel/Kießling eine weitere Bestzeit in den Asphalt – doch in der vorletzten WP schieden die beiden mit einem Motorschaden vorzeitig aus – „so ein Pech, nur noch zwei, oder besser eineinhalb Prüfungen…..!“ haderte Patrik Dinkel im Ziel.
Nicht recht viel besser erging es André Wittmann, der mit seiner Wiesauer Beifahrerin Martina Mark im Seat Ibiza Cupra auf den ersten zwei WP`s gute Zeiten in ihrer mit 18 (!) Startern überaus stark besetzten Klasse herausfahren konnte, die ihn in der Addition auf dem sechsten Platz sahen – doch am Start zur WP drei verabschiedete sich eine Antriebswelle und Wittmann/Mark waren ab sofort aus dem Rennen und zum Zuschauen ´verdonnert`.
Marcel Dinkel, der sich wieder in das Peugeot 306-Cockpit des Fränkischen Schweizers Johannes Kastl gesetzt hatte, kam mit diesem nicht einmal über die WP eins hinaus, denn die beiden schieden nach einem Traggelenk-Bruchs ebenfalls vorzeitig aus.
So blieb es am Ende den Routiniers Ralf Hillmann und Hans-Peter Wollner überlassen, die Coburger Rallyefahne hoch zu halten. Und das taten die beiden auch, fuhren mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 6.5 konstant schnelle Zeiten, die sie im ersten Teil der Rallye auf Gesamtrang sechs (von 67 gestarteten und 52 in Wertung ins Ziel gekommenen Teilnehmer; Anm. d. Verf.) brachten. Im zweiten Teil der Rallye konnten sich Hillmann Wollner auf allen Prüfungen um jeweils gut drei Sekunden verbessern und landeten am Ende auf Gesamtrang vier, „womit wir ganz zufrieden sind, auch wenn wir das Siegertreppchen verpaßt haben!“ so Ralf Hillmann und Hans-Peter Wollner bei der Siegerehrung.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.amc-coburg.de.
Mit einem vierten Platz in ihrer Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2 L Hubraum beendeten die für den Automobilclub (AC) Hof startenden Helmut Hodel und Wolfgang Plank die Haßberg-Rallye. Von Beginn an hatte Helmut Hodel nach seiner längeren Pause noch etwas Eingewöhnungsschwierigkeiten und auch noch nicht das letzte Quentchen Vertrauen in seinen neu aufgebauten VW Golf und vor allem dessen neue Bremsanlage. Zwar konnten sich die beiden gleich in der ersten WP mit einem dritten Platz in ihrer mit 18 (!) Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum sichern, doch bis zur Halbzeitpause rutschten die beiden Hofer auf den vierten Klassenplatz ab.
Beim zweiten Durchgang über die drei WP´s, verbesserten sich die beiden in allen drei Prüfungen und waren mit ihrem Fahrwerk und den Reifen überaus zufrieden. Allerdings gab´s immer wieder Probleme mit der Lenkung, „die fühlte sich total schwammig anfühlte, und weswegen wir einen ´Stockerlplatz` am Ende verpaßten!“, resümierte Helmut Hodel im Ziel.
Ehefrau Sabine Heinzel, die in der vergangenen Saison des Cockpit des Honda Civic Type R des Tirschenreuthers Wolfgang Stopfer komplettierte, konnte auch in Ebern noch nicht ins Rallye-Geschehen eingreifen, „da das Auto vom Wolfgang leider noch immer nicht komplett einsatzbereit ist!“
Zur gleichen Zeit stellte sich der Münchberger Stefan Lindemann noch der ´Herausforderung` des Automobil-Slaloms des ATC Weiden auf dem dortigen Festplatz und kam mit seinem VW Polo in der mit zwölf Teilnehmern besetzten Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum mit zwei schnellen und vor allem fehlerfreien Läufen auf einen „nie erwarteten zweiten Platz. Team- und Vereinskamerad Mario Rückner hatte in seinem ersten Lauf Pech, räumte etliche Pylonen ab und rutschte mit den dafür ausgelobten 15 (!) Strafsekunden bis an´s Ende des Klassements zurück. Stefan Lindemann kam dagegen sogar in der gesamten Gruppe der seriennahen Fahrzeuge bei 23 Startern auf Rang fünf.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de

Gerd Plietsch


„Gänsehaut-Feeling“ bei der Siegerehrung:

Weidhausener Ehepaar Autsch/Stamm-Autsch gewinnt Sanduhrklasse der SACHS-Franken-Classic

(gpp) – ´“Das war Gänsehaut-Feeling pur!“ waren Jochen Autsch und seine Ehefrau Inge Stanm-Autsch nach der Siegerehrung am Ende der SACHS-Franken-Classic von Gefühlen hin und her gerissen, bei der die für den AMC Coburg im ADAC startenden Weidhausener die gesamte, 94 (!) Teilnehmer umfassende, so genannte Sanduhr-Klasse (in dieser dürfen keinerlei elektronische Hilfen zum Einsatz kommen; Anm. d. Verf.), gewonnen hatten.
Insgesamt 161 (!) Teilnehmer hatten sich für die zweieinhalbtägige Fahrt durch das westliche Franken in Bad Kissingen getroffen, und nahmen von dort aus die knapp 600 Kilometer lange Veranstaltung unter die historischen Räder. In deren Verlauf waren 20 Wertungsprüfungen (WP) zu absolvieren, bei denen es aber nicht auf die schnellste Zeit ankam, sondern auf gleichmäßige Zeiten, oder darauf, vorgegeben Zeiten genauestens einzuhalten.
Die Strecke der inzwischen das 20-Jährige Jubiläum feiernden Veranstaltung führte am Freitag von Bad Kissingen aus nach Bad Brückenau und wieder zurück. Am Samstag ging es über Bad Neustadt, Bischofsheim und Fladungen nach Fulda. Bei der Rückfahrt nach Bad Kissingen durchfuhren die Teams u. a. Mellrichstadt und Münnerstadt. Der Sonntag führte die Teams schließlich noch nach Karlstadt und über Würzburg, Volkach und Schweinfurt zurück nach Bad Kissingen.
Die mit der Startnummer 103 an ihrem Porsche 3.0 SC aus 1977 in´s Rennen gegangenen Jochen und Inge Autsch absolvierten den Prolog am Freitagnachmittag mit lediglich 1/100 Abweichung von der vorgegebenen Zeit und tankten damit ordentlich Selbstvertrauen für die samstägliche Königsetappe. Auf den an diesem Tag ausgefahrenen sieben WP`s konnten Autsch/Stamm-Autsch ihre Abweichungen erneut äußerst niedrig halten und erreichten das Etappenziel mit lediglich 1/100 Sekunden Rückstand auf ihre in der Sanduhrklasse führenden Mitbewerber.
Am Sonntag, als noch einmal acht WP`s auf dem Programm standen, fuhr das Weidhausener Mixed-Team auf seine Mitbewerber einen klaren Vorsprung heraus. Und obwohl die Konzentration am Sonntagnachmittag etwas „in den Keller“ ging, gelang es den beiden am Ende mit 1,1 Sekunden Vorsprung ihre Sanduhrklasse zu gewinnen. In der Gesamtwertung, die 148 Teams in Wertung erreichten, fuhren Autsch/Stamm-Autsch sogar noch bis auf Rang fünf nach vorne – und waren am Ende „überglücklich!!!“
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.amc-coburg.de.

Gerd Plietsch


Jugendkart-Slalom beim AMC Coburg im ADAC:

Janin Götz vom MSC Scheßlitz und Alina Fabian vom AC Waldershof fahren den Jungs auf und davon

(gpp) – Sicher, sie sind noch lange keine ´Schumi´s`, aber auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und den unternahmen 42 Kinder und Jugendliche beim diesjährigen Jugendkart-Slalom des AMC Coburg im ADAC. Die Doppel-Veranstaltung mit dem AMC Sonnefeld erforderte einen etwas angepaßten Zeitplan um von einer Veranstaltung und von einem Veranstaltungsort zum anderen ohne Hektik wechseln zu können. Und deshalb begannen auf dem Gelände der Firma Martin in Blumenrod/Rödental nicht wie sonst üblich die Kleinsten und Jüngsten der Klasse eins (sieben bis neun Jahre), sondern die der Klasse drei, die zwölf- bis dreizehn-Jährigen Nachwuchs-Motorsportler, und brannten erste gute und schnelle, vor allem aber fehlerfreie Läufe auf das Geläuf´.
Und in dieser Klasse holte sich das erste von etlichen Mädchen an diesem Tag seinen ersten Klassensieg, denn Alina Götz vom MSC Scheßlitz fuhr ihren ´männlichen` Mitbewerbern auf und davon, und distanzierte den Zweitplatzierten, ihren Vereinskameraden Philipp Häßler gleich um fast eineinhalb Sekunden. In der mit acht Startern besetzten Klasse vier der 14- und 15-Jährigen besetzen dagegen wieder die Jungs das Siegertreppchen, nachdem sie sich vorher in ihren beiden Wertungsläufen bis auf die Zehntel-Sekunde ´bekämpft` hatten: Den Klassensieg holte Luis Sollfrank vom MSC Falkenberg, Zweiter wurde mit 16 Hundertstel-Sekunden Rückstand Jonas Gründel, der seinen Scheßlitzer Vereinskameraden Yannik Durst um weitere 18 Hunderstel-Sekunden hinter sich zurück ließ. Dann eroberten die fast erwachsenen Starter der Klasse fünf (16 bis 18 Jahre) den Parcours und die beiden Mädchen Janin Götz (MSC Scheßlitz) und Alina Fabian (AC Waldershof) fuhren ihren ´männlichen` Mitbewerbern zwar ebenfalls nur im Hundertstel-Sekunden-Bereich, aber immerhin, auf und davon. Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen vervollständigte dann Günther Dittner vom MSC Wiesau. Der für den AMC Coburg im ADAC startende Sascha Fritsch konnte seinen Heimvorteil nicht wirklich nutzen und fuhr auf Rang sechs ins Ziel.
Nach der Mittagspause fuhr dann der jüngste, sieben bis neun-Jährige, Motorsport-Nachwuchs durch den Parcours und wie beliebt der Jugendkart-Slalomsport nach wie vor ist, zeigte der Ansturm an der Lichtschranke, denn nicht weniger als zwölf Jungen und Mädchen drängte es in die Karts und in den Coburger Kurs. Und erneut siegte ein Mädchen, und zwar Fabienne Gerstner vom MSC Marktredwitz mit sage und schreibe über fünf Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten Adrian Scharnagl vom MSC Wiesau und weiteren Fünf Zehntel-Sekunden vor dem Waldershofer Maximilian Schober. Die Klasse zwei der zehn- und elfjährigen gewann mit Jonah Günther ein weiterer Starter des MSC Marktredwitz mit über einer Sekunde Vorsprung vor dem Auerbacher Louis Sebald und Leni Reithmeier vom AC Waldershof. Der Coburger Felix Schneider warf in seinem ersten Lauf eine Pylone und verpaßte mit den dafür ausgelobten zwei Strafsekunden und dem vierten Platz das Siegertreppchen nur knapp.
Gewinnerin der ´Damen´-Wertung wurde die Tagesschnellste Janin Götz und aufgrund der Verteilung der Klassensiege von drei für Mädchen und ´nur` zwei für Jungen und dem Tagesschnellsten Mädchen dürfte sich die Frage nach der Frauenquote im Jugendkart-Slalomsport – zumindest bei der Veranstaltung des AMC Coburg im ADAC momentan erledigt haben.
Bei den Siegerehrungen bedankten sich Jugendkart-Leiter Dieter Strunz und Jochen Autsch vom Vorstand des AMC Coburg im ADAC bei allen Teilnehmern für das sportlich faire Verhalten während der gesamten Veranstaltung, bei der Firma Martin für die Zur Verfügung-Stellung des Geländes und bei allen Vertretern der Genehmigungsbehörden für ihre Unterstützung und last but not at least bei den Helfern vom AMC Coburg für die geleistete Hilfe.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.amc-coburg.de.

Gerd Plietsch


Ebern ist voll:

Oldtimer-Treffen zieht mehrere hundert historische Fahrzeuge in unterfränkische Kleinstadt

(gpp) – Nicht die Wanne ist voll, sondern die Stadt. Und nicht voll Wasser, sondern voller zwei-, drei- und vierrädriger Oldtimer.
Alljährlich zum Fronleichnamstag wird das kleine Städtchen Ebern, am Rande der Haßberge von automobilen Pretiosen unterschiedlichster Ausführungen ´heimgesucht`, so dass binnen kürzester Zeit neben der durch den historischen Ortskern führenden Hauptstraße fast sämtliche Nebenstraßen vollgestellt sind und sich ein schier unendlicher Menschenstrom durch Ebern ergießt.
Obwohl der offizielle Beginn der Veranstaltung ausschreibungsgemäß erst nach Ende des katholischen Gottesdienstes festgesetzt ist, warten die ersten potentiellen Teilnehmer bereits am frühen Vormittag vor den peniblen Eingangskontrollen am Eberner Orts-Eingangsschild und buhlen flehentlich um Einlaß. Denn die besten (Sitz-)-Plätze sind natürlich diejenigen, welche sich in unmittelbarer Umgebung etlicher Wirtshaus- oder Café-Freisitze rund um den historischen Marktplatz befinden, und man sein eigenes Fahrzeug und alle anderen, die sich auf der Suche nach einem letzten freien Plätzchen durch die Eberner Altstadt kämpfen, bei Bier und Brotzeit oder Kaffee und Kuchen zurückgelehnt und sonnengeschützt beobachten kann.
Und in Anlehnung an Baby Schimmerlos und sein Kir Royal ist auch hier nur d´rin, wer ´in` ist. Will sagen, nur der kommt mit seinem fahrbaren Untersatz nach Ebern hinein, der auch die altersmäßigen Vorgaben, mindestens 35 Jahre (!), tatsächlich und nachweislich erfüllt. Diese etwas un- oder außergewöhnliche Maßnahme hat ihren Grund in der Tatsache, dass ja mittlerweile auch die frühen 3´er BMW´s und VW Golf´s zu Oldtimern zählen – „…aber sind´s auch dem Augenschein nach welche???“ fragen sich landauf-landab die Hard-Core-Oldtimer-Fans und denken dabei voller Sehnsucht an die Automobile, deren Äußeres seine Abstammung von Kutschen nicht wirklich verleugnen können. Obwohl diese Objekte der Begierde natürlich höchst selten sind, und noch seltener außerhalb ihres angestammten, heimischen Areals zu besichtigen sind.
Die Posten am Eberner Ortseingang, die den Einlaß erst nach einem genauen Blick in die Fahrzeugpapiere huldvoll abnicken und die Zufahrt freigeben, haben also durchaus ihre Berechtigung.
Früher im Umfeld eines benachbarten Schloßparks ausgetragen, platzte dieser bald aus allen Nähten und hatte, da es keinen befestigten Untergrund gab, bei Regen gewaltige Nachteile, was Organisator Gotthard Schleicher (Ebern) veranlaßte, seine Veranstaltung direkt in seine Heimatstadt umzusiedeln. Und dort wurden und werden die Teilnehmerzahlen inzwischen nur noch geschätzt, ob die Zahl 1000 je erreicht wurde ist zwar nicht nachgewiesen, aber auch mit einigen hundert Teilnehmern weniger ist es immer gerade noch gelungen, ein totales Chaos zu vermeiden.
Die Palette der in Ebern ausgestellten Fahrzeuge reichte vom damaligen Allerweltsauto und inzwischen zu einem gesuchten Klassiker gewordenen Renault R 4, einem Opel Rekord in der Coupe-Ausführung aus den sechziger Jahren und einem inzwischen ebenfalls sehr selten gewordenen VW  412 L, bis hin zu einem Austin Seven „Saloon“ sowie einem Mercedes SSK aus den zwanziger Jahren, etc., etc., pp…..
Rund um die Stadtpfarrkirche St. Laurentius waren dazu noch die üblichen Verkaufsstände für die unterschiedlichsten Memorabilien und diversen Kleinteile aufgebaut, die so manches ´Schrauberherz` höher schlagen ließen, wenn das „seit Jahrzehnten“ händeringend gesuchte Ersatzteil tatsächlich „und endlich“ zum Kauf angeboten wird.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-ebern.de.

Gerd Plietsch


Spannungsgeladenes und ereignisreiches 24-Stunden-Rernnen in der „Grünen Hölle“:

Dettinger Rennfahrer Reinhard Schall fährt die Viper auf Platz drei

(gpp) – In einem von spannendem Motorsport, aber auch von vielen Unfällen (Gottseidank allerdings ohne jegliche Personenschäden! Anm. d. Verf.) geprägten 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgringes, fuhr der Dettinger Rennfahrer Reinhard Schall mit der Dodge Viper CC des Teams „Das grüne Biest“ der Klasse der alternativen Antriebe auf einen „nie erwarteten“ dritten Platz. Trotz eines Differenzial- und Antriebswellendefektes und dem kurzzeitigen Ausfall einer kompletten Zylinderbank.
Wie gewohnt, begann das lange 24-Stunden-Rennwochenende bereits am Mittwochabend in der Adenauer Altstadt mit dem traditionellen Race-Day, bei dem auch und vor allem die giftgrüne Viper der Fahrer weiteren Fahrer Titus Dittmann (Münster), Bernd Albrecht (Hirrlingen) und Michael Lachmayer (Hürth) einer der Besuchermagnete war und zahllose Fans mit gezückten Handy´s entsprechende Fotos machten und sich zahllose Autogramme geben ließen.
Der Ernst des 24-Stunden-Rennens begann dann Donnerstag-Mittag mit dem knapp zweistündigen Freien Training, bei dem aber der Wettergott in keinster Weise mitspielte, sondern strömenden Regen über der Eifel entlud, weswegen sich etliche Teams zurück hielten, darunter auch die Fahrer der Dodge Viper CC. Zum Beginn des abendlichen ersten Qualifikations-Trainings hatte der Regen zwar aufgehört, aber die in vielen Streckenabschnitten durch Bäume gesäumte Nordschleife war noch fast komplett nass, so dass Reinhard Schall mit Regenreifen in das Quali-Training startete, und in seiner zweiten Runde zunächst einmal eine 9:47,830 min. herausfuhr. Am Ende des Trainings, als die Rennstrecke kurz vor Mitternacht fast völlig abgetrocknet war, nahmen auch Bernd Albrecht und Michael Lachmayer das Steuer der Viper in die Hand und absolvierten ihre Pflichtrunden.
Am Freitagnachmittag stand dann bei herrlichstem Rennwetter das zweite und letztlich entscheidende, zweistündige Qualifying für die Ermittlung der Startaufstellung auf dem Programm, und bereits in seiner zweiten Runde konnte Reinhard Schall die Zeit bis auf 9:20,914 min. drücken und damit den dritten Startplatz in der Klasse für das Team „Das grüne Biest“ trotz eines schleichenden Plattfußes vorne rechts, absichern.
Reinhard Schall absolvierte schließlich auch den Rennstart am Samstagnahmittag, katapultierte sich aus der Mitte der zweiten Startgruppe heraus bereits nach der ersten Runde in seiner Klasse auf Platz zwei und fuhr in der zweiten Runde mit 9:19,657 min. gleich die bis zum Rennende feststehende schnellste Rennrunde des Teams. Beim Fahrerwechsel auf Michael Lachmayr ging dieser zweite Platz jedoch wieder verloren, bevor der Hürth´er die Viper nach einem so genannten „Doppel-Stint“ mit insgesamt neun Runden an Bernd Albrecht übergab. Das Team verwaltete danach souverän den dritten Klassenplatz, und trotz vieler Unfälle und Ausfälle konnte sich die Mannschaft rund um Reinhard Schall aus allen Reibereien heraushalten und zuverlässig Runde um Runde durch die sommerliche Eifel abspulen. Nach dem verletzungs-, (aber nicht renn-) bedingten Ausfall von Titus Dittmann sollte Reinhard Schall am späten Abend wieder das Steuer übernehmen und in die Nacht hineinfahren. Doch in der letzten Runde vor dem Fahrerwechsel blieb die Dodge Viper CC am tiefsten Punkt der Strecke in Breidscheid mit einem Defekt an der Differenzial-Aufhängung liegen.
Vier Stunden warteten die Mechaniker anschließend darauf, bis die Viper vom Nürburgring-Abschleppdienst in die Box zurück gebracht wurde und nach einer knapp einstündigen Reparatur gegen 1 Uhr morgens mit Reinhard Schall wieder in den Wettbewerb eingreifen konnte.
Doch der Defektteufel war noch nicht gebändigt, denn ein paar Runden später versagte eine komplette Zylinderbank des Viper-Triebwerks ihren Dienst. Eine defekte, elektrische Steckverbindung wurde daraufhin als Ursache identifiziert und mit einem Stecker aus einer für evtl. Notfälle im Fahrerlager deponierten ´Ersatz`-Dodge Viper CC ersetzt – „und dann lief das Auto die letzten zwölf Stunden wie das sprichwörtliche Uhrwerk!“, so das gesamte Team tief durchatmend, „und wir konnten ´endlich` die ´Aufholjagd` in Angriff nehmen!“
Als die Sonne über der Nürburg wieder aufging, saß Reinhard Schall schon wieder am Steuer der Viper, und stürmte klaglos und problemfrei mit Zeiten zwischen 9:30 min. und 9:45 min. durch die „Grüne Hölle“.
Im weiteren sonntäglichen Rennverlauf wechselten sich Michael Lachmayer, Bernd Albrecht, Reinhard Schall und erneut Michael Lachmayer am Steuer der Dodge Viper CC ab, eroberten sich den dritten Klassenplatz zurück und am Ende bekam Teamchef Bernd Albrecht die Gelegenheit, die letzten Runden bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge zurückzulegen, und die Ovationen der Fans und aller Streckenposten zu genießen.
„Wir sind in Wertung im Ziel angekommen, das war unser größter Wunsch!“, so Reinhard Schall nach dem Rennen, „Und wir sind mit unserer Leistung, bei all´ den technischen Unbilden, die wir und vor allem unsere tollen und hochmotivierten Mechaniker beheben mußten, superzufrieden, vor allem, weil wir nach zwei Jahren Pech diesmal das schwarz-weiße Tuch sehen konnten!“ äußerten sich auch die anderen Viper-Rennfahrer.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.24h-rennen.de.

Gerd Plietsch


Erstlings-Veranstaltung ein voller Erfolg:

Oldtimer aus Nah und Fern erobern den Selber Gold-, und den Ascher Hainberg

(gpp) – „Der Wettergott muß ein Oldtimer-Fan sein!“ Wie sonst ist es zu erklären, dass das Oldtimer-Wandern von Selb ins tschechische As und wieder zurück unter einem blauen und völlig wolkenlosen Himmel und bei hochsommerlichen Temperaturen durchgeführt werden konnte.
Weit über 100 Teams aus dem gesamten Nordbayern, und zum Teil weit darüber hinaus, waren der Einladung der bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen gefolgt, sich zu einem Treffen und einer kleinen Ausfahrt zu versammeln und bei der Ausfahrt die Schönheit der Landschaft Böhmes dies- und jenseits des Gottseidank nicht mehr existierenden ehem. Eisernen Vorhangs per Oldtimer zu erleben.
Von Selb aus führte die Strecke durch die weit über Oberfranken und Bayern hinaus bekannten Stadt Rehau, vorbei an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze bei Posseck, und schließlich erreichte man durch das Kleinod Staatsbad Bad Elster die tschechische Stadt Asch und den dortigen Hausberg, Hainberg; wo im Winter allerlei entsprechender Sport durchgeführt werden kann.
Jetzt, bei hochsommerlichen Temperaturen gönnten sich die Oldtimer-Fahrer in einer kurzweiligen Pause Kaffee und Kuchen, bevor die Route über Serpentinen und durch Alleen ins tschechische Bäder-Dreieck nach Bad Franzensbad führte und vorbei am idyllischen „Amerika-See“ wieder zurück nach Deutschland ging. Bis zum Ziel in Selb konnten noch einmal landschaftlich und fahrerisch anspruchsvolle Nebenstraßen befahren werden, allerdings stand für von der Hitze geplagte Teams auch eine kurze Strecke direkt von Asch nach Selb zur Verfgung, Wer wollte, konnte das Ziel aber auch über Kothigenbibersbach, Neuhaus und Thierstein ansteuern und wieder den Ausgangsort, den Selber „Goldberg“ erreichen.
Angeführt wurde das gut 40 Teams starke Teilnehmerfeld von einer so genannten „Blech-Liesel´n“ oder genauer „Thin Lizzy“ aus den 1920´er Jahren und einem Ford A Modell aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dazu kamen etliche englische Klassiker wie MG und Triumph, einige rasante Sportwagen wie Lamborghini Miura oder Ford Mustang Cabriolet, schwedischen VOLVO´s, Ostblock-Fahrzeuge wie ein Wartburg und ein Skoda, ein fränzösischer 2 CV sowie ein mächtiger Rolls Royce und etliche deutsche Oldtimer der Firmen BMW, Mercedes, Opel, Porsche und VW.
Den Hinweg nach Asch legten fast alle Teilnehmer auf der Originalstrecke zurück, den Rückweg nach Selb kürzten dagegen aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen viele ab.
Wieder am Selber Goldberg zeigten sich alle Teilnehmer überaus begeistert, auch diejenigen, die nicht an der Ausfahrt teilnahmen und sich dem inofiziellen Informations-Austausch unter historischen Motorsportlern, dem so genannten „Benzin-Gespräch“ widmeten.
Wenn es nach den Willen der Organisatoren von Selb23 und Semper Fi geht, könnte diese Veranstaltung durchaus wiederholt werden, wofür sich auch alle anwesenden Oldtimer-Freunde aussprachen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.selb23.de

Gerd Plietsch


20. Hofer ADAC Schnauferl-Fahrt:

Alexander Kießling gewinnt die Autowertung, Rudolf Bär siegt bei den Motorrädern

(gpp) – „Damit fing das ganze ´Drama` an!“, stöhnten einige der insgesamt 43 Teilnehmer der Schnauferl-Fahrt des Automobilclubs (AC) Hof, denn nicht alle waren Prüfungen mit Lichtschranken gewohnt. „Das wir Gatterfahren sowie andere zentimetergenaue Abstände einhalten müssen, das kennen wir.“ Doch das zeitgenaue Durchfahren einer Lichtschranke war für einige Neuland. Und damit begann die 20. Jubiläums-Ausgabe der Hofer Schnauferl-Fahrt, denn die Start-Lichtschranke war jeweils zur eigenen, vorgegebenen Startzeit auf die Hundertstel-Sekunde genau zu durchfahren.
Doch gleich ein paar Meter weiter fanden die Hofer Automobilisten unter Anleitung ihrer Oldtimer-Referentin Anita Schumacher (Hof) zu den gewohnten Prüfungen zurück, denn vor der Ausfahrt aus der weiträumigen Areal des Festplatzes hinter der Hofer Freiheitshalle, die der Jubiläums-Hofer Schnauferl-Fahrt als Start, Ziel und allgemeiner Dreh- und Angelpunkt diente, war das zentimetergenaue Abstand-Einhalten neben einer Linie auf der Beifahrerseite zu absolvieren. „Und das Beifahrerfenster bleibt geschlossen!“ so die Sachrichter mit dem Zentimetermaß nachdrücklich!
Die sich anschließende, gut 110 km lange Ausfahrt wurde in eine Vormittags- und eine Nachmittags-Veranstaltung geteilt, und um für die Nordbayerische ADAC-Meisterschaft und die Bezirksmeisterschaft Oberfranken des Bayer. Motorsport-Verbandes (BMV) eine Wertung und Ergebnisse erstellen zu können, gab´s einige der eingangs erwähnten Prüfungen.
Die Vormittagsroute führte über Feilitzsch, Münchenreuth und Joditz ins vogtländische Hirschberg. Von dort aus ging es zwischen Saale und der BAB A 9 zurück nach Berg und über Köditz wieder nach Hof.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel Central, wo Roulade mit Klößen, Parmesanspaghetti mit Rucola, Salat mit Hähnchenbrust gereicht wurden, ging´s am Nachmittag über Tauperlitz, Kautendorf und Wurlitz nach Süden und über Schwarzenbach/Saale und den Förmitzspeicher nach Münchberg zur Kaffeepause bei Mercedes-Hahn-Classic und danach über Oberpferdt und Oberkotzau wieder zurück nach Hof.
Unter den 25 teilnehmenden Fahrzeugen stachen besonders ein Ford Modell A aus 1930 heraus sowie ein prachtvolles Mercedes Benz 380K Cabrio von 1933 und ein Vauxhall Light Six ASX von 1934. Bei den acht Motorrädern war das älteste Fahrzeug eine NSU 501T von 1928.
Bei den Motorrädern siegte Rudolf Bär (Haag) mit seiner 1951´er DKW RT 200 vor Thomas Friedel (Rödental) mit der bereits erwähnten NSU und Werner Reinl auf BMW R 50/5 von 1971, der aus Wegberg (!) angereist war.
Die Automobil-Wertung gewann Alexander Kießling (Stammbach) mit einem Opel Ascona 1.9 SR aus 1976 vor Helmut Duwe (Coburg) mit einem Volvo P 544 aus 1959 und Siegfried Schubert (Rehau) mit einem BMW 635 Csi aus 1984.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch